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Online-Beratung im Gruppenchat für Jugendliche und junge Erwachsene

Zwischen Leichtigkeit und Tiefgang

Monika Vey

Virtuelle Beratungsräume statt personaler Begegnung? Vor allem für junge Menschen bietet die leichte Verfügbarkeit eine Chance, fachliche Hilfestellung wie qualifizierte psychologische Beratung ohne große Hürden zugänglich zu machen. Im Gruppenchat als hybrider Form kann sowohl Fachkompetenz wie auch Peer-Empowerment abgerufen werden. In der empirischen Analyse von Chattexten aus der Jugendberatung der bke beleuchtet die Autorin das Spannungsfeld zwischen scheinbar oberflächlichem Plaudern und ernsthafter Selbstreflexion und beschreibt die Auswirkungen einer Verschränkung dieser beiden scheinbar unvereinbaren Themenfelder. Sie diskutiert Chancen und Grenzen sowie typische Eigenheiten der medienbasierten Jugendberatung und Anregungen zur Qualifizierung für dieses Tätigkeitsfeld.

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VI Untersuchungsdesign

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1 Vorstellung der bke-Beratungsplattform

Diese virtuelle Beratungsstelle in der Trägerschaft der bke, Bundeskonferenz für Erziehungsberatung, entstand aus einem Pilotprojekt der Jahre 2000–2003 und existiert offiziell als Beratungsangebot für Eltern und Jugendliche auf der Grundlage des § 28 KJHG seit 2004. Sie wird bundesweit und länderübergreifend angeboten in dem Sinne, dass jedes Bundesland – aufgeschlüsselt nach Bevölkerungszahlen – eine bestimmte Zahl von Beraterstunden zur Verfügung stellt. Diese dafür von ihrer sonstigen Arbeit in den Erziehungsberatungsstellen freigestellte Fachkräfte bringen dann ein bestimmtes Wochenkontingent an „Beratungsleistung“ online ein, entweder in der Individualberatung per mail, im Forum, in sogenannten „offenen Sprechstunden“ (= Einzelchats) oder eben im Rahmen eines Chatgruppenangebotes.

Jugendliche wie Eltern können sich nach Anmeldung auf dieser Seite über einen Nicknamen, im Folgenden nur noch „Nick“, einloggen und die angebotenen Beratungsleistungen kostenfrei und anonym bzw. „pseudonym“ (s. Ausführungen zu Chatkommunikation) in Anspruch nehmen.

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