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Statthalterregimes – Napoleons Generalgouvernements in Italien, Holland und Deutschland (1808–1814)

Mit Blicken auf Generalgouverneure im Zarenreich und das NS-Generalgouvernement Polen (1939–1945)

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Edited By Helmut Stubbe da Luz

Das Buch präsentiert eine Theorie der internen und externen Statthalterschaften und eine Reihe von Besatzungs- und anderer Statthalterstatuten. Die Beiträge beziehen sich im Kern auf Napoleons Generalgouvernements neuen Typs in Italien, den Niederlanden und Deutschland. Dabei handelte es sich um durch Frankreich annektierte neue Departements (um Turin, Genua, Florenz und Rom, um Amsterdam und Hamburg herum), die assimiliert werden sollten, aber für kürzere oder längere Zeit einen Übergangs- oder auch Sonderstatus behielten. Vergleichende Blicke fallen auf die Generalgouverneure der Zaren sowie auf Hitlers Generalgouvernement in Polen.

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Generalgouvernements: Das russländische Beispiel

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Abstract: Starting with Menshikov during the reign of Peter 1st. in Russia “General Governors” were appointed mostly for borderregions in order to elevate status and combine competences. There was little system though, which rendered appointments frequently instruments of personal politics at the Imperial Courts.

1. Der Begriff in Westeuropa

Generalis kommt von generare – zeugen, hervorbringen, und meint also etwas, was alle Gattungsgenossen betrifft. Gubernare heißt steuern, ein gubernator ist also eigentlich ein Steuermann. Schon das Lateinische kennt die Übertragung von der Seefahrt auf die Politik, etwa bei Cicero den gubernator rei publicae, den Staatslenker. Im lateinischen Europa wurde über dies Bild vom Staatsschiff, aus dieser Wurzel, sowohl das Gouvernement insgesamt als auch im engeren Sinn eine Verwaltungseinheit – als Vertretung einer Zentralregierung mit einem Gouverneur oder Governor an der Spitze; in Österreich war Gubernator der lateinische Titel für den Landvogt, der einem Gubernium vorstand.1

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