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Die Schriftstellerin Zhang Ailing und ihre Studien und Kommentare zum Roman «Der Traum der roten Kammer»

Hangkun Strian

Der Traum der roten Kammer (Hongloumeng) gehört zu den vier Klassikern der chinesischen Literatur und ist heute noch ein lebendiger Bestandteil der chinesischen Kultur. Seit seiner Veröffentlichung im 18. Jahrhundert haben sich Wissenschaftler aus China und der ganzen Welt mit diesem Werk beschäftigt.

Dieses Buch thematisiert die intensive Auseinandersetzung der chinesischen Schriftstellerin Zhang Ailing mit dem Klassiker in ihrem Spätwerk Albtraum der roten Kammer (Hongloumengyan). Mithilfe der Theorien der écriture féminine, des Poststrukturalismus und der kulturellen Identität diskutiert die Untersuchung, ob Zhang Ailings Analyse die ungelösten Fragen der Hongloumeng-Forschung beantworten kann.

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Vorwort von Prof. Dr. Hans Kühner

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Zhang Ailing (1920–1995), die als bedeutendste chinesische Autorin des 20. Jahrhunderts gilt, widmete ein ganzes Buch und viele Lebensjahre dem Studium des größten Romans aus dem China der Kaiserzeit, dem Hongloumeng (Traum der roten Kammer). In Zhang Ailings Hongloumengyan (Albtraum der roten Kammer) begegnen einander zwei der bedeutendsten chinesischen Schriftsteller über einen Abstand von mehr als zwei Jahrhunderten hinweg – Cao Xueqin, der Autor des Traums der roten Kammer, lebte von ca. 1715 bis ca. 1763. Man würde vermuten, dass Zhangs Auseinandersetzung mit diesem epochalen Roman auf größte Aufmerksamkeit gestoßen wäre und dass sich die Literaturwissenschaft ernsthaft damit auseinandergesetzt hätte. Tatsächlich aber wurde das Buch, wie Hangkun Strian in ihrer Studie zeigt, in der chinesischen Literaturwissenschaft kaum beachtet und im Westen ignoriert.

Diese Lücke geschlossen zu haben, stellt allein schon ein Verdienst von Hangkun Strians Arbeit dar. Wieso aber erhielten Zhang Ailings Studien den Titel Albtraum der roten Kammer? Und für wen waren sie ein Albtraum? Zunächst natürlich für Zhang Ailing selbst, die viele Jahre brauchte, um sich mit den vielen unterschiedlichen Manuskripten und Editionen vertraut zu machen, und die selbst gestand, dass ihr die Beschäftigung mit dem Roman zu einem Albtraum, zu einem Wahn geriet. Zhangs Buch kann aber auch für Leserinnen und Leser zu einem Albtraum werden: nicht nur wegen seiner impressionistischen Diktion, der Missachtung akademischer Konventionen und der Komplexität der Thematik, sondern vor allem auch, weil die Lekt...

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