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Der Islamische Staat – Zwischen Terrorismus, Guerilla und Staatlichkeit

Eine systematisch-kritische Studie zum Forschungsstand

Kevin Horbach

Ist der Islamische Staat (IS) ein Terrornetzwerk, eine Guerillaorganisation oder doch ein Staat? Dieses Buch beantwortet die Frage, indem es hinter die Fassade des Kalifats blickt: Es zeigt auf, wer die Entscheidungsträger des IS sind und nach welcher Ideologie und Strategie sie denken und handeln. Zudem betrachtet es den Aufbau der Organisationsstruktur und der transnationalen Vernetzung. Auf Grundlage der Ergebnisse diskutiert diese Studie am Ende ebenfalls potentielle Gegenmaßnahmen.

Durch eine systematisch-kritische Analyse und Auswertung der wichtigsten Fachliteratur zum IS filtert dieses Werk die zuverlässigen Informationen über den Akteur heraus, sodass am Ende ein umfangreiches Gesamtbild präsentiert wird. Vor dem Hintergrund der Terrorismusforschung verortet die Studie den IS als einen Hybrid aus Terror-und Guerillaorganisation.

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2. Der Islamische Staat im Irak und in Syrien

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2.  Der Islamische Staat im Irak und in Syrien

2.1  Operationalisierung der Studie

Mit Blick auf den zu untersuchenden Akteur soll einführend festgehalten werden, dass das Ziel dieser Studie insgesamt darauf ausgelegt ist, den IS besser zu verstehen, um diesem effektiver entgegentreten zu können, nicht um ihn, seine Taten oder Ziele zu legitimieren. Zur Benennung des Akteurs soll gleich zu Beginn klargestellt werden, dass diese Studie die Bezeichnung “Der Islamische Staat“ oder das dazugehörige Akronym „IS“ verwenden wird. Die daneben existierenden und in der Literatur zum Teil bewusst gewählten Namen „ISIS“, „ISIL“ und „Daesh“ werden hier nicht verwendet. Der unbegründete, aber häufige Vorwurf, man würde durch diese Bezeichnung die verklärten Ambitionen des Islamischen Staates hervorheben und sogar legitimieren, obwohl er völkerrechtlich betrachtet gar kein Staat sei, sei dadurch begründet widerlegt, dass man normalerweise jede Extremistenorganisation oder Terrorgruppe bei dem Namen nennt, welchen die Gruppe oder Organisation selbst gewählt hat.18 Damit die Terrororganisation Islamischer Staat gerade keinen Sonderstatus erhält und behandelt wird wie jede andere Terrororganisation, soll auch sie bei dem Namen benannt werden, den sie sich selbst zuletzt gegeben hat.19 Weiterhin, wie nach dieser Ausführung bereits deutlich wurde, wird der Islamische Staat, nach Sichtung der gesamten Literatur, in dieser Studie vorerst als hybride Organisation betrachtet, die sowohl Elemente einer Terrororganisation als auch Charakteristika einer Rebellengruppe/-miliz aufweist und welche nun aber versucht, in den von ihr eroberten Gebieten eine eigene...

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