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Der Islamische Staat – Zwischen Terrorismus, Guerilla und Staatlichkeit

Eine systematisch-kritische Studie zum Forschungsstand

Kevin Horbach

Ist der Islamische Staat (IS) ein Terrornetzwerk, eine Guerillaorganisation oder doch ein Staat? Dieses Buch beantwortet die Frage, indem es hinter die Fassade des Kalifats blickt: Es zeigt auf, wer die Entscheidungsträger des IS sind und nach welcher Ideologie und Strategie sie denken und handeln. Zudem betrachtet es den Aufbau der Organisationsstruktur und der transnationalen Vernetzung. Auf Grundlage der Ergebnisse diskutiert diese Studie am Ende ebenfalls potentielle Gegenmaßnahmen.

Durch eine systematisch-kritische Analyse und Auswertung der wichtigsten Fachliteratur zum IS filtert dieses Werk die zuverlässigen Informationen über den Akteur heraus, sodass am Ende ein umfangreiches Gesamtbild präsentiert wird. Vor dem Hintergrund der Terrorismusforschung verortet die Studie den IS als einen Hybrid aus Terror-und Guerillaorganisation.

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Vorwort

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In den letzten Jahren sind der sogenannte Islamische Staat (IS) und seine terroristischen Aktivitäten vor allem über die Berichterstattung an meist prominenter Stelle in den Medien Teil unserer alltäglichen politischen Wirklichkeit geworden. Angst und Schrecken, die der IS verbreitet, haben allein dadurch einen Bezug zu Deutschland und Europa, dass eine beachtliche Anzahl von Dschihadisten sich von hier aus dem IS angeschlossen hat. Damit sich die Politik hierzulande mit diesem Akteur wirksam befassen kann, sind angemessene Analysen vonnöten.

Deshalb ist es außerordentlich begrüßenswert, dass Kevin Horbach in seiner wichtigen Studie den überzeugenden Versuch unternimmt, den Forschungsstand zum IS umfassend darzustellen. Er tut dies, indem er eine repräsentative Auswahl von Neuerscheinungen zum Islamischen Staat systematisch-kritisch analysiert. Nicht nur in der tagespolitischen Berichterstattung über diesen brisanten Akteur findet sich eine Vielzahl oftmals widersprüchlicher und nicht ausgereifter Informationen. Auch für die behandelten Studien und Aufsätze gilt, dass das Wissen über den IS „noch begrenzt und eher fragmentarisch“ ist, wie Dietrich Jung und Klaus Schlichte in ihrem Aufsatz „Was wissen wir über den IS?“ resümiert haben.

Angesichts dieser Defizite zielt der Autor in seiner bereichernden Arbeit darauf ab, „ein besseres Verständnis über die Eigenschaften dieses neuen Akteurs zu erlangen und ein klares, verständliches und vor allem verlässliches Gesamtbild des Akteurs Islamischer Staat nachzuzeichnen“. Sein spezifischer Blick besteht darin, dass er den IS im Spannungsfeld von Terrorismus, Guerilla und Staat verortet. Der analytische Mehrwert der Studie besteht...

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