Show Less
Restricted access

Gender im Fokus historischer Perspektiven

«Besonders tüchtig erscheint die holde Weiblichkeit.»

Gabriele Förster

Aus historischer Perspektive wird in diesem Sammelband ein Blick auf Geschlecht bzw. Gender geworfen, wobei unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen zu Wort kommen – die Theologie, die Geschichtswissenschaft, die Germanistik sowie die Erziehungswissenschaft. Die Zeitspanne reicht hierbei vom Mittelalter bis in die Neueste Geschichte. Alle Beiträge sind vor dem Hintergrund der im Herbst 2014 und 2015 stattgefundenen Forschungskolloquien «Gender im Fokus» des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZfG) der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald entstanden.

Show Summary Details
Restricted access

Vorwort

Extract



Am 19. November 1996 waren die jahrelangen Bemühungen engagierter Wissenschaftler*innen endlich von Erfolg gekrönt, indem das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterstudien (IZfG) an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald gegründet wurde, deren Arbeit seitdem größtenteils von der Philosophischen Fakultät sowie aus Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern finanziert wird. Für die inzwischen zwanzig Jahre des Bestehens dieser Institution lassen sich eine Fülle von Aktivitäten in Forschung, Lehre und Wissenenschaftsorganisation nachweisen, deren Spektrum sich über Lehrveranstaltungen, Ringvorlesungen, wissenschaftliche Kollquien und Tagungen sowie Publikationen erstreckt. Im Herbst 2014 und 2015 fanden die Forschungskolloquien „Gender im Fokus“ statt, auf denen Studierende und Wissenschaftler*innen gleichermaßen ihre Forschungen auf diesem Gebiet vorstellten. Die vorliegenden Beiträge dokumentieren hiervon eine Auswahl, wobei der historischen Perspektive in diesem Sammelband ein besonderer Stellenwert zukommt.

Lydia Krasemann untersucht anhand der Biographie der historisch schwer fassbaren Gisela von Bayern (985–1065) den Christianisierungsprozess Ungarns. Die Kontextualisierung eines Frauenlebens im Frühen Mittelalter ist ein Aspekt des Beitrages. Die Quellenarmut dieser Zeit liegt im östlichen Teil des Kontinents verstärkt vor und lässt nur bedingt aussagekräftige Schlüsse zu. Umso mehr erstaunt es, dass einige gegenständliche Quellen die Zeit überdauert haben – eine Ausnahmeerscheinung mit herausragendem Quellenwert.

Der Publikation liegt die Annahme zugrunde, dass die dynastische Verbindung von Gisela von Bayern und Stephan I. von Ungarn einen bestimmten Stand der Entwicklung widerspiegelt, welche wiederum von jener „fremden...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.