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Die Kunst des Dialogs

Gedenkschrift für Michael Fischer

Stephan Kirste, Hanna Maria Kreuzbauer, Ingeborg Schrems, Michaela Strasser and Silvia Traunwieser

Das Buch ist dem am 1. Juni 2014 verstorbenen Salzburger Rechts- und Sozialphilosophen Michael Fischer gewidmet. Die Beiträge würdigen die Person und Bedeutung Michael Fischers und bilden seine wichtigsten Interessensgebiete schwerpunktartig ab. Die Autorinnen und Autoren behandeln dabei ein breites Themenspektrum, das sich von Mozart-Opern über Humanität und Moral bis zu wirtschaftlichen, politischen und rechtsphilosophischen Fragen spannt.

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Einführende Gedanken (Johannes Honsig-Erlenburg)

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Johannes Honsig-Erlenburg

Einführende Gedanken1

Kunst ist heute der große Recyclingbetrieb für Sinn: bis hinein in die Alltagsästhetik. Traditionell sollte die akademische Philosophie diesen Markt betreuen, doch vernachlässigt sie schon lange, die einfachen, großen Fragen zu beantworten, die jeden Menschen betreffen: etwa jene nach Tod und Unsterblichkeit oder nach der Einzigartigkeit der menschlichen Vernunft in der Natur, nach der Chance des Guten angesichts der Grausamkeit des Menschen, nach der Chance der Vernunft in der Geschichte. Sie werden letztlich nur mehr durch die Kunst nachvollziehbar verkörpert und gestellt, ja mehr noch: sie erreichen den Menschen nur mehr über die Kunst.2

Dieses bislang unveröffentlichte Zitat von Michael Fischer stelle ich dem Eröffnungsteil „Kultur“ unserer zweitägigen Gedenktagung für Michael Fischer voran. Die Befassung mit, wohl auch die Suche nach dem Sinn des Lebens war bestimmend für den Politikwissenschaftler, Soziologen und Philosophen Michael Fischer. Bestimmend war für ihn auch, sich an die „einfachen und großen Fragen“ nicht mit dem Blick aus dem elfenbeinernen Turm des akademischen Politikwissenschaftlers, Soziologen oder Philosophen heranzuwagen; interessiert und berührt hat ihn immer wieder und mit zunehmendem Alter immer mehr die Kunst als menschliches Kulturprodukt, als das Ergebnis kreativer Prozesse.

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