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Sprachliche Schlüsselkompetenzen und die Ausbildungsreife Jugendlicher

Leseverstehen, Hörverstehen, mündliches und schriftliches Formulieren bei Hauptschulabsolventen deutscher und nichtdeutscher Muttersprache

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Lutz Götze, Norbert Gutenberg and Robin Stark

Hauptschulabsolventen haben oftmals Defizite in den sprachlichen Schlüsselkompetenzen und erhalten daraufhin die Diagnose «nicht ausbildungsreif». Das interdisziplinäre Forschungsprojekt «LRS – Lesen, Reden, Schreiben» an der Universität des Saarlandes entwickelte ein Trainingskonzept, mit dem diese Ausbildungsreife im letzten Hauptschuljahr erreicht werden könnte.

Das Buch stellt das Projekt und einige Implementationsansätze vor, die auf den Forschungsergebnissen basierende Curricula erproben. Dazu gehören die diagnostische Verbindung der Forschungstests mit den Kriterien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER), das Training für nicht ausbildungsreife Schulabgänger mit Migrationshintergrund, das Blended-Learning-Konzept für Azubis mit Defiziten in den sprachlichen Schlüsselkompetenzen sowie sprachliche Schlüsselkompetenzen in Unternehmen zur Integration von Flüchtlingen.

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3 Die Tests (Lutz Götze / Thomas Grimm / Norbert Gutenberg / Karin Kröninger / Patricia Mueller-Liu / Babette Park / Thomas Pietzsch / Robin Stark)

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Lutz Götze, Thomas Grimm, Norbert Gutenberg, Karin Kröninger, Patricia Mueller-Liu, Babette Park, Thomas Pietzsch und Robin Stark

3 Die Tests

Wie bereits erwähnt, wurde vor und nach dem Training ein Eingangs- bzw. Abschlusstest mit den teilnehmenden Schüler/-inne/-n durchgeführt. Jeder Test bestand aus drei Teiltests: Lesen, Schreiben und Hörverstehen/Sprechdenken, letzterer Bereich aufgeteilt in einen medialen und einen immedialen Teil. Die Tests waren im Rahmen einer Pilotstudie entworfen, im Projektteam diskutiert und an einer Stichprobe von 20 Hauptschüler/-innen (davon mindestens 20 % mit Migrationshintergrund) in Ludweiler, Saarbrücken, Zweibrücken und Pirmasens auf ihre Verwendbarkeit überprüft worden. Wichtig war, dass die Instruktionen verständlich formuliert und zu bewältigen waren. Es durften keine Boden- oder Deckeneffekte auftreten, weil die Aufgaben zu leicht bzw. zu schwer waren.

Als Ergebnis der Pilotstudie konnte festgehalten werden, dass die Lese- und Schreibtests die o. g. Kriterien erfüllten, die Tests zu Hörverstehen und Sprechdenken mussten noch einmal überarbeitet werden. Unter anderem erwiesen sich zwei der für diese Kompetenzen entwickelten Testaufgaben als nicht durchführbar: der Hörverstehenstest face-to-face und der Sprechdenktest face-to-face.

Beim Sprechdenktest face-to-face sollten sich – ohne Beteiligung eines Experimentleiters – zwei Teilnehmer/-innen im Gespräch über ihre Erfahrungen mit dem verwendeten Word-Korrekturprogramm austauschen, beim Hörverstehenstests face-to-face sollten die in Vierergruppen eingeteilte Schüler/-innen von einem Experimentleiter mündlich vorgetragene Anweisungen zu der Erstellung einer Powerpoint-Präsentation individuell an einem Laptop ausführen. Beide Tests konnten so...

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