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Digitalisierung der Bildung

Warum und wie lernen wir ein Leben lang? Forschungsergebnisse zur Online-Weiterbildung im Tourismus. Bedeutung – Erwartung – Nutzung

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Lars Rettig

Dieses Buch untersucht lebenslanges Lernen im Rahmen der zunehmenden digitalen Anreicherung unserer Lebensbereiche. Die Lern- und Arbeitswelten verändern sich und damit auch die Anforderungen an Aus-, Fort- und Weiterbildung. Immer mehr Wissen ist verfügbar, gleichzeitig schrumpft die Zeitspanne, in der es aktuell bleibt. Lebenslanges und digitales Lernen wird so nicht nur zur Notwendigkeit für jeden Einzelnen, sondern auch zwingend erforderlich für Unternehmen, Branchen und ganze Regionen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Der Autor widmet sich auf Basis theoretischer Ansätze aus Psychologie, Pädagogik und Ökonomie der Frage, wie und warum wir lernen. Er untersucht darauf aufbauend mit qualitativen Experteninterviews, welche Bedeutung Online-Weiterbildung im Tourismus hat.

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3. Notwendigkeit des Lebenslangen Lernens – Megatrends und Halbwertzeit

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3. Notwendigkeit des Lebenslangen Lernens – Megatrends und Halbwertzeit

In diesem Kapitel werden zunächst gesellschaftliche Entwicklungen betrachtet und vor dem Hintergrund persönlicher Bedürfnisse reflektiert. Daraus werden die Anforderungen an eine lernende Gesellschaft deutlich und die Notwendigkeit des Lebenslangen Lernens begründet. Danach wird der Begriff der Halbwertzeit des Wissens eingeführt und erläutert. Es wird dargestellt, warum im allgemeinen Sprachgebrauch dem Wissen eine sinkende Halbwertzeit zugeschrieben wird und warum das Lebenslange Lernen an Relevanz gewinnt.

Globale Megatrends und Veränderung der Strukturen

Die Notwendigkeit des Lebenslangen Lernens wird deutlich, wenn man die Veränderungen der Arbeitswelt betrachtet. Walter und Kollegen beschreiben in ihrer Publikation Die Zukunft der Arbeitswelt. Auf dem Weg ins Jahr 2030 drei Megatrends, welche die aktuellen Veränderungen kennzeichnen.23

Als erstes nennen die Autoren technisch-ökonomische Entwicklungen, wie eine zunehmende Globalisierung, die Integration der Informations- und Kommunikationstechnologie in die Produktionsprozesse sowie die Entwicklung zu Wissens- und Innovationsgesellschaften, die einen unmittelbaren Einfluss auf die Art und Weise der Gestaltung von Lernumgebungen haben. Weitere von den Autoren genannte Faktoren, wie die Energieversorgung und die Verknappung der Rohstoffsituation sowie die damit verbundenen Konsequenzen in der Standortwahl der Unternehmen haben nur einen mittelbaren Einfluss, da es hier mehr um räumliche Fragestellungen geht, also bspw. wo in Zukunft Kristallisationspunkte von Wissen und Innovation sein werden.

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