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«Futura contingentia, necessitas per accidens» und Prädestination in Byzanz und in der Scholastik

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Stamatios Gerogiorgakis

Die Studie stellt einen direkten Vergleich zwischen der Scholastik und der byzantinischen Philosophie und Theologie dar. Sie stellt Lehren der Philosophie und Theologie des Hoch- und Spätmittelalters einander gegenüber und bespricht diese in kritischer, jedenfalls nicht in doxographischer Hinsicht.

Die Zeitlogik hat ihren Ursprung in der Antike. In der Spätantike und insbesondere im Mittelalter erlangten ihre Resultate auch eine theologische und politische Brisanz. Das Studium der Semantik von Sätzen über Zukunftsereignisse, die eintreten oder auch ausbleiben können, sowie das Studium der Semantik von Sätzen über Vergangenheitsereignisse lehren uns Einiges über Zukunftserwartungen. Zusätzlich ist der Vergleich lateinischer und griechischer mittelalterlicher Quellen zur Zeitlogik bezeichnend für die Reichweite der philosophischen Reflektion in der mittelalterlichen Weltanschauung.

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13. Futurologie im Mittelalter

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Mit „mittelalterliche Futurologie“ meine ich die geschichtsphilosophischen und politischen Weltende-Vorstellungen des Mittelalters.

Einige Überlegungen zum Forschungsstand der mittelalterlichen Futurologie: Wer sich heute mit den systematischen Zusammenhängen mittelalterlichen Denkens beschäftigt, dogmatischen, fundamentaltheologischen, metaphysischen, ist für die mittelalterliche Futurologie in der Regel nicht zu begeistern. Das gilt insbesondere für Mittelalterforscher neoscholastischer und sprachanalytischer Provenienz.

Da Neoscholastik und Sprachanalyse in Religionsgeschichte und Philosophie sehr wichtige Strömungen sind, erweist sich die religions- und philosophiegeschichtliche Futurologie-Literatur erwartungsgemäß als recht schwach vertreten. Die wenigen bekannten Standardwerke sind nur Ausnahmen.950 In der Besprechung futurologischer Quellen spezialisierte sich stattdessen eine historiographische und philologische Mediävistik.

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