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Profil des Online-Diskurses in Blog-Interaktionen an der Schnittstelle zwischen theoretischem Konzept und empirischem Modell

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Joanna Pędzisz

In dieser Studie wird das Modell der Blog-Interaktion-Analyse (BIAN) als das methodologische Instrumentarium erarbeitet, mit dem Profilierungsprozesse und die Konstruierung des thematischen und Interaktionsprofils im Kommunikationsgefüge Blog–Interaktion untersucht werden können. Dank der Behandlung der Ansätze aus dem Bereich der Text-, Diskurs-, Medienlinguistik und des Kognitivismus entsteht ein Spektrum von Kategorien, die in das BIAN-Modell einbezogen werden und die Spezifik der Profilierungs- und Konzeptualisierungsprozesse in Blog-Interaktionen in einem Online-Diskurs text- und diskurslinguistisch ausgerichtet erfassen. Infolgedessen wird das Integrationspotential der schon etablierten Phänomene wie Interaktion, Thema, Text, Blog, (Online)-Diskurs, Diskursteilnehmer nachgewiesen.

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4. Profilierung des Online-Diskurses in der Blog-Interaktion

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4.   Profilierung des Online-Diskurses in der Blog-Interaktion

Angesichts der Überlegungen von Czachur (2011: 163–170), die das kognitionslinguistische Konzept der Profilierung in den Blick nehmen, und vor dem Hintergrund der damit zusammenhängenden Fragen (ebenda: 163): a) Was ist Profilierung? Worin besteht das Phänomen der Profilierung? b) Was wird profiliert? c) Wer profiliert? d) Wie bzw. warum wird profiliert? besteht die Notwendigkeit, den nach wie vor konzeptionell und analytisch zu erarbeitenden Begriff zum Thema der weiteren Ausführungen zu machen. Da das von Czachur (ebenda) nachgewiesene Integrationspotential des Phänomens Profilierung für die germanistische Diskurslinguistik und die polonistische Ethnolinguistik (vgl. Bartmiński 1990, 1993, 2009) als gedanklicher Anstoß zur Erörterung weiterer integrationsorientierter Konzeptionen gilt (vgl. Pędzisz 2012: 232), wird in diesem Kapitel der Versuch unternommen, die Anschlussfähigkeit des im amerikanischen Kognitivismus verankerten, von Langacker (2001, 2009) definierten Profilierungs- und Konzeptualisierungsprozesses mit den interaktions-, text- und diskurslinguistisch orientierten Ansätzen exemplarisch, am Beispiel des Online-Diskursausschnittes über Schiefergas vorzuführen.

Der im Folgenden präsentierte Überblick über den Voraussetzungen der Kognitiven Semantik bzw. Kognitiven Linguistik (vgl. Spitzmüller/ Warnke 2011: 91–95) ermöglicht die Auseinandersetzung mit den kognitionslinguistischen Kategorien, die als Schwerpunkt der diskursanalytischen Untersuchungen aus kognitionslinguistischer Sicht gelten können. Sie werden mit dem Ziel beleuchtet, den Forschungszustand der kognitiven Diskursanalyse eingehend und ausführlich darzustellen und Postulate der Erweiterung dieses Bereiches zu formulieren. Der Fokus richtet sich demnach auf zwei Paare Framing – Frame und Profilierung – Profil....

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