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Sprachen und interethnische Beziehungen in Estland in der Umbruchszeit

Russische Bevölkerungsgruppe zwischen Anpassung und Protest

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Ekaterina Popova

Die Autorin untersucht am Fallbeispiel Estland ethnosprachliche Konfliktkonstellationen sowie Ursachen für deren mögliche gewaltsame Austragung. Den Fokus ihrer Studie legt sie dabei auf die Beziehungen zwischen der estnischen und der russischen Bevölkerungsgruppe – den beiden größten ethnischen Gruppen des Landes – im Prozess der Wiederherstellung der Staatlichkeit Estlands nach der Auflösung der Sowjetunion. Zu diesem Zweck rekonstruiert und analysiert die Autorin die historisch-spezifische Genese dieser Beziehungen. Auf der Grundlage empirischer Untersuchungen ermöglicht sie Einblicke in die subjektiven Sicht- und Verhaltensweisen der Betroffenen. Das Buch leistet somit einen Beitrag zur aktuellen wissenschaftlichen Diskussion um ethnische und ethnosprachliche Konflikte.

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IV Interethnische Beziehungen und Sprachen im modernen Estland aus der Sicht von Betroffenen und Experten – empirische Untersuchung

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Nachdem in den vorangehenden Kapiteln die theoretischen und historischen Grundlagen sowie auch die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für das hier zu behandelnde Thema eingehend dargestellt wurden, folgt nun der empirische Teil. Untersucht werden die subjektiven Einstellungen, Sichtweisen und Wertungen der Betroffenen in Bezug auf die wichtigsten Eckpunkte der Koexistenz der beiden größten ethnischen Gruppen in Estland, wobei der Sprachengebrauch und die Sprachensituation eine besondere Rolle spielen. Die Analyse des gesammelten empirischen Materials soll einen Aufschluss über die bestehenden Trennlinien und Konfliktkonstellationen geben, welche die interethnischen Beziehungen in Estland prägen, und so Anhaltspunkte für das Abschätzen künftiger Entwicklungen bieten.

Zunächst wird das Forschungsdesign vorgestellt, welches für die empirische Untersuchung gewählt wurde. Anschließend werden die wichtigsten Ergebnisse – in drei thematische Blöcke aufgeteilt – geschildert und analysiert. Zum Schluss erfolgen die Interpretation der empirischen Ergebnisse sowie deren Einbettung in die aktuelle wissenschaftliche Diskussion zum Thema.

1 Forschungsdesign

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