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Sprachliche Variation in autobiographischen Interviews

Theoretische und methodische Zugänge

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Edited By Ingrid Schröder and Carolin Jürgens

Der Band dokumentiert die Beiträge eines Workshops im Rahmen des Projekts «Einstellungen gegenüber regionalen Sprachformen in der Großstadt: Niederdeutsch in Hamburg (NiH)». Im Mittelpunkt standen Möglichkeiten und Grenzen sprachbiographischer Analysen, wobei vornehmlich theoretische Grundlagen und Methoden diskutiert wurden. Eine wesentliche methodische Differenz besteht in der Fokussierung des Inhaltes von Sprachbiographien im Unterschied zur Fokussierung der sprachlichen Form und damit der Konstruktion von Biographien und Identitäten. So spielen sowohl inhalts- wie auch gesprächs- und narrationsanalytische Ansätze eine Rolle. Sprachbiographische Modellbildungen stehen neben exemplarischen Analysen von autobiographischen Erzählungen, die von Mehrsprachigkeit und Varietätenkontakt geprägt sind.

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Sprecherbiographie, soziales Alter und kommunikative Netzwerke (Jan Wirrer)

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Jan Wirrer (Bielefeld)

Sprecherbiographie, soziales Alter und kommunikative Netzwerke

Abstract: In the first part of the contribution it is argued that language-biography (‘Sprachbiographie’), although used in the majority of publications concerned, is not the adequate term to be applied if the linguistic aspects of individual biographies are dealt with. The se­cond part of the contribution is concerned with the relations between particular periods of a biography such as childhood, school attendance, marriage, and retirement. Each of these periods can be defined by a range of communicative networks the speaker is or becomes part of. The third part of the contribution is devoted to a speaker’s biography, namely of a speaker of Low German from St. Libory in the South of Illinois.

1  Sprachbiographie – ein terminologischer Irrtum

Wie Tophinke in einem Beitrag aus dem Jahre 2002 anmerkt, ist Sprachbiographie kein in der Fachwissenschaft fest etablierter Terminus.1 Entsprechend ist er in einschlägigen Fachwörterbüchern – etwa Glück/Rödel 2016 – nicht belegt. Dies liegt sicher daran, dass erst seit relativ kurzer Zeit der einzelne Sprecher – zumal hinsichtlich biographischer Verläufe – stärker in den Fokus der Forschung gerückt ist, wie z. B. die verschiedenen Beiträge im von Adamzik und Roos herausgegebenen und im Jahre 2002 erschienenen Band des „Bulletin suisse de linguistique appliquée“ oder auch Wirrer 1999, Wirrer 2001 und in jüngster Zeit Glawe 2013 zeigen.

In dem Titel meines Beitrages bediene...

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