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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 5

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Sprachpflege und Sprachkritik als gesellschaftliche Aufgaben», darauf folgen die Sektionen «Wie kann man in der heutigen Zeit der Globalisierung die deutsche Sprache in der Welt (optimal) fördern?», «Inter- und Transkulturalität bei internationalen Kooperationen im Hochschulbereich: Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache» sowie «Lernplattformen zum virtuellen Lernen – was bringen sie für Lernen und Lehren und welche Chancen und Möglichkeiten für die internationale Germanistik». Die Sektion «Bedeutung und Vermittlung des Deutschen für die Fach- und Berufskommunikation weltweit» beschließt den Band.

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Übersetzen als Interaktionsprozess – Wie Anfänger im DaF-Unterricht Google translator einsetzen (Sabine Hoffmann)

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Sabine Hoffmann (Palermo, Italien)

Übersetzen als Interaktionsprozess – Wie Anfänger im DaF-Unterricht Google translator einsetzen

1. Translationsprozessforschung – aktueller Forschungsstand

Die Beschäftigung mit Translationsprozessen ist ein relativ neues Feld, das sich im Laufe der 1980er Jahre innerhalb der Übersetzungswissenschaft herausgebildet hat. Bislang hatte das Interesse hauptsächlich den Produkten von Translationsprozessen gegolten.1 Zu dieser Erweiterung der Perspektive trugen einmal die Erstarkung der Kognitiven Psychologie und deren Rückgriff auf verbale Daten bei, die sowohl Gedanken, Empfindungen, Einstellungen usw. retrospektiv erfassen als auch gleichzeitig als lautes Denken den Übersetzungsprozess begleiten. Des Weiteren entstanden Schreib-Logging-Programme, durch die Tastenanschläge, Mausklicks, Pausen, Korrekturen usw. festgehalten werden, sowie Screen-Recording-Programme, die die aufgerufenen Bildschirmseiten, z. B. von Online-Wörterbüchern, vermerken und in der Kombination mit Eye-Tracker die Fokussierungsdauer einer Textstelle messen.

Eine weitere Möglichkeit, Übersetzungsprozesse zu ermitteln, stellen Dialogprotokolle dar, d. h. die Aufzeichnung von Gesprächen, die Übersetzer untereinander bei ihrer Übersetzungstätigkeit führen. Im Vergleich zu den zuvor erwähnten Methoden entspricht dieser Zugang der aktuellen Tendenz in der Translationsprozessforschung, Untersuchungen als Feldstudien in möglichst natürlichen Situationen anzulegen. Allerdings erlaubt ein solches Vorgehen keinerlei Rückschlüsse auf individuelle Übersetzungsprozesse. In der Berufspraxis nur wenig präsent leisten Dialogprotokolle auf der übersetzungsdidaktischen Ebene dagegen einen beträchtlichen Beitrag:←227 | 228→

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