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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 -Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 7

Series:

Jianhua Zhu, Michael Szurawitzki and Jin Zhao

Der Band dokumentiert die Sektionen aus dem Bereich Kulturwissenschaften auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Kulinaristik: Kultur – Kommunikation – Küche». Darauf folgt die Sektion «Begegnungen zwischen den deutschsprachigen Ländern und Asien», bevor die Sektion «Kulturdifferente Lehr- und Lernstile, nationalspezifische Wissenstraditionen und interdisziplinäre Methoden – wohin führt der Weg einer Germanistik als Fremdkulturwissenschaft?» dokumentiert wird. Die Sektion «Interkulturalität (in) der Wissenschaft» beschließt den Band.

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Funktionale Sprache in chinesischen literarischen Texten und ihre Konsequenzen für die deutsche übersetzungspraxis (Taotao Cui)

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Taotao Cui (Guangzhou, VR China)

Funktionale Sprache in chinesischen literarischen Texten und ihre Konsequenzen für die deutsche übersetzungspraxis

1. Begriffsbestimmung funktionale Sprache

Wenn von „funktionaler“ Sprache gesprochen wird, mag man einwenden, dass die Sprache ja selbstverständlich über Funktionen verfügt und somit ohnehin funktional ist, zumal sie an sich für die Kommunikation bestimmt ist und bestimmte Kommunikationsziele erreicht. Der Begriff der „funktionalen Sprache“ ist also nicht unumstritten. Die moderne Sprachwissenschaft kennt beispielsweise sehr unterschiedliche Sprachauffassungen. Allgemein anerkannt wird die Definition von Sprache als Zeichensystem, welches aus Zeichen besteht, die über Bedeutungen verfügen und mittels grammatikalischer Regeln zu unendlich vielen Aussagen verknüpft werden können.1 Somit dient die Sprache als Träger von Sinn zur zwischenmenschlichen Verständigung,2 übermittelt Gedanken und dient als Medium zur Kommunikation.3 Ein ähnliches Verständnis wird mittlerweile in den technischen Medientheorien vertreten. Dort wird Sprache sogar ausschließlich als Instrument betrachtet, also als neutrale Ermöglichungsbedingung für die Kommunikation.4 Derartige kommunikative Funktion der Sprache teilt Karl Bühler. Er betrachtet das Sprechen als eine Handlung und begründet so seine handlungstheoretische Sprachauffassung: Die Sprache als ein situationsgelöstes Handlungsprodukt besitzt darin drei grundlegende Funktionen: die Ausdrucks-, die Appell- und die Darstellungsfunktion.5 In der Weiterentwicklung dieses Ansatzes kommen differenzierte Funktionen hinzu wie die phatische, metasprachliche und poetische Funktion bei Roman Jakobsen.6 Doch welche Funktionen auch immer, sie beziehen einheitlich auf die Makroebene und versuchen erst auf dieser Grundlage zu erklären, was Sprache funktional...

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