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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 -Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 7

Series:

Jianhua Zhu, Michael Szurawitzki and Jin Zhao

Der Band dokumentiert die Sektionen aus dem Bereich Kulturwissenschaften auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Kulinaristik: Kultur – Kommunikation – Küche». Darauf folgt die Sektion «Begegnungen zwischen den deutschsprachigen Ländern und Asien», bevor die Sektion «Kulturdifferente Lehr- und Lernstile, nationalspezifische Wissenstraditionen und interdisziplinäre Methoden – wohin führt der Weg einer Germanistik als Fremdkulturwissenschaft?» dokumentiert wird. Die Sektion «Interkulturalität (in) der Wissenschaft» beschließt den Band.

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Das Heilige Ziel: Film-, Kultur- und Sportfreundschaft zwischen Deutschland und Japan in den späten 1930er und den frühen 40er Jahren (Valerie Weinstein)

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Valerie Weinstein (Cincinnati, USA)

Das Heilige Ziel: Film-, Kultur- und Sportfreundschaft zwischen Deutschland und Japan in den späten 1930er und den frühen 40er Jahren

Das heilige Ziel (Nomura Kosho, 1937/38) ist einer von zwei deutsch-japanischen Spielfilmkoproduktionen aus den dreißiger Jahren, die zu einer politischen und kulturellen Annäherung zwischen Deutschland und Japan beitragen sollten. Der Film handelt von einem deutschen Trainer, der zwei japanische Skispringer auf die später wegen des Krieges abgesagte Winterolympiade 1940 in Sapporo (Japan) vorbereitet. Mit dieser Handlung macht Das heilige Ziel Propaganda sowohl für die Freundschaft zwischen Japan und Deutschland als auch eine filmische und sportliche Zusammenarbeit, wobei deutlich nationalistische Töne bis zu dem Motiv einer Selbstaufopferung im Dienste der Nation erklingen.

Erst im Februar 1942 erreichte Das heilige Ziel das deutsche Publikum. Die Olympiade, auf die dieser Film vorbereiten sollte, war bereits ausgefallen und Deutschland als auch Japan befanden sich jetzt im Krieg. Während die deutsche Wehrmacht in der Sowjetunion kaum noch Fortschritte machte, expandierte Japan erfolgreich weiter in Südostasien und Ozeanien. So wollte die deutsche Führung, dass Japan nicht nur als Verbündeter, sondern auch als militärisches Vorbild gesehen wird. Anfang 1942 kamen Dokumentar- und Kulturfilme in deutsche Kinos, die Japan und seine Eroberungen verherrlichten.1 Artikel in Filmzeitschriften lobten die japanische Filmkunst – die aber in Deutschland wegen Schwierigkeiten mit Tonfilmpatenten praktisch nicht zu sehen war.2 Der Filmkritiker Frank Maraun etwa schrieb, dass die japanische Filmkunst lobenswert sei, weil...

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