Show Less
Restricted access

Beraten in Interaktion

Eine gesprächslinguistische Typologie des Beratens

Series:

Edited By Ina Pick

Der Band vereint linguistische Analysen und Ergebnisse zum Beraten in verschiedensten Handlungsfeldern wie Medizin, Psychiatrie, Pflege, Recht, Schule und Hochschule, Weiterbildung, Coaching, Philosophische Praxis, Psychotherapie, Supervision, Soziale Arbeit, Gründung und Wirtschaft. Jedes Einzelkapitel bietet eine detaillierte Beschreibung eines Beratungsformates und seiner spezifischen sprachlich-kommunikativen Merkmale. Davon ausgehend wird eine gesprächslinguistische Typologie entwickelt, die den Facettenreichtum des Beratens anhand einer Merkmalsmatrix abbildet. Diese erlaubt, Typen von Beraten zu bestimmen, miteinander zu vergleichen und zu differenzieren. Damit liefert der Band auch wichtige theoretische und methodologische Impulse für gesprächslinguistische Typologisierungsansätze.

Show Summary Details
Restricted access

Beratung in der Weiterbildung (Tim Stanik)

Extract

| 259 →

Tim Stanik

Beratung in der Weiterbildung

Abstract: The chapter conceptually and systematically introduces guidance in adult education. Based on a comparative case study (17 recordings of interactions) it is shown how the institutional providers influenced the talks. Further findings are used to discuss the linguistic model of counseling in this book. In this context, the author develops a typology of guidance in adult education, which is based on the knowledge of the consultants (guidance by experts and guidance by specialists).

1. Einleitung

Beraten ist eine Grundform pädagogischen Handelns (cf. Giesecke 1987: 75), mit der in der Weiterbildung Orientierungs- und Entscheidungshilfen in Hinblick auf berufliche und außerberufliche Weiterbildungsmaßnahmen gegeben werden. Seit den ersten bildungspolitischen Konstituierungen im Rahmen der Bildungsreform Ende der 1960er Jahre wurden und werden unterschiedliche, insbesondere kompensatorische Erwartungen an Weiterbildungsberatungen formuliert. Zunächst sollte Weiterbildungsberatung den Mangel der geringen Durchlässigkeit im Bildungssystem mindern (cf. Deutscher Bildungsrat 1970: 81), Disparitäten zwischen beruflichen Ausbildungen und dem Arbeitsmarkt ausgleichen (cf. Krüger 1978: 25) sowie eine Passung zwischen den sich zunehmend individualisierenden Weiterbildungsinteressen und dem stetig wachsenden Angebot des Weiterbildungsmarktes herstellen (cf. Sauer-Schiffer 2004: 20). Seit den 1980er Jahren wird mit Weiterbildungsberatungen auch die gesellschaftspolitische Erwartung verbunden, Zielgruppen (z.B. Arbeitslose, formal Geringqualifizierte), die im Vergleich zu anderen Gruppen signifikant weniger an Weiterbildung partizipieren, für eine Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen aufzuschließen. Daneben sollte und soll Weiterbildungsberatung auch einen Beitrag dazu leisten, die Unübersichtlichkeit im...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.