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Fachlexeme in Konstruktion

Linguistischer Beitrag zur Erkenntnisarbeit

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Grzegorz Pawłowski

Dieses Buch liefert eine neue Erkenntnisperspektive zur Deutung und Untersuchung der Fachlexik. Grundlage dafür stellen die anthropozentrische Linguistik und der epistemologische Ansatz zur Semantik dar. Aus dieser Perspektive zeigt der Autor, wie Fachlexeme entstehen und was ihnen an Prinzipien, Motiven oder Prioritäten zugrunde gelegt wird, wenn darüber entschieden wird, ein bestimmtes Fachlexem zu konstruieren und dieses als Fachneologismus durchzusetzen. Die Untersuchung stützt sich dabei auf eine empirische Studie zu Fachneologismen aus dem Fachgebiet «Byzantinische Hymnographie und Musik».

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1. Grundsatz

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Die vorliegende Studie stützt sich auf drei Säulen, und zwar auf dem ‚wer‘, ‚was‘ und ‚wie‘ dessen, was hier mit dem Titel ‚Fachlexeme in Konstruktion‘ gemeint ist. Es geht mit einem Wort um (a) Subjekt, (b) Objekte und (c) Erkenntnisakte, deren Ziel es ist, ein neues Fachlexem zu konstruieren. Diese Säulen lassen die Studie nicht genügend legitimieren, solange sie unbestimmt bleiben. Es ist näm- lich undenkbar, von einem Subjekt, von Objekten oder Erkenntnisakten zu spre- chen, ohne dass man sich auf bestimmte Eigenschaften bezieht, die dieses Subjekt, diese Objekte und diese Erkenntnisakte konstituieren. Damit ist gesagt, dass die Eigenschaften jeweils einen klaren Status implizieren, den das Subjekt, die Objekte und die Erkenntnisakte zum Zeitpunkt der Beobachtung aufweisen. Nicht ohne Begründung sind die Säulen mit dem bestimmten Artikel versehen. Dieser gilt in erster Linie als Hinweis dafür, dass es sich hier keineswegs um modellhafte, kollektive oder sogar abstrakte ‚Säulen‘ handelt, sondern um Säulen, denen das Attribut ‚konkret‘ zusteht. Mithin stellen konkretes Subjekt, konkrete Objekte und konkrete Erkenntnisakte den Grundsatz dar, auf dem diese Studie gebaut ist. 1.1 Forschungsanlass Der Ausdruck ‚konkret‘ wurde seit der Veröffentlichung der Monographie Za- gadnienia metalingwistyki von Franciszek Grucza in 1983 das Schlüssel- und Programmwort der Linguistik, die bereits über eine Dekade lang durch den Ideenstifter selbst und durch die Vertreter der Warschauer Schule als ‚Anthro- pozentrische Linguistik‘ bezeichnet wird. Ins Visier rückt dabei, kurz gesagt, ein konkreter Mensch in Hinsicht auf seine konkreten...

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