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Sport in der Kommune als Managementaufgabe

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Edited By Gabriele Wach and Ronald Wadsack

Dieser Sammelband thematisiert die zahlreichen Anknüpfungspunkte zwischen (organisiertem) Sport und kommunalen Aufgabenbereichen. Dazu zählen unter anderem Planung, Bau und Betrieb von Sportstätten, die Stadt- beziehungsweise Sportentwicklungsplanung, das Stadtmarketing, das Eventmanagement und die kommunale Sportpolitik. Auch gesellschaftspolitische Themenstellungen, wie Integrationspolitik, Freizeitgestaltung oder bürgerschaftliches Engagement finden Betrachtung. Die Beiträge geben einen ersten Überblick über die vielfältigen Zusammenhänge von Sport und Kommune und zeigen auf, wie der Sport mit kommunalen Belangen untrennbar verknüpft ist und gestaltend mitwirkt. Fachleute aus verschiedenen Kompetenzbereichen haben in diesem Band Zusammenhänge zwischen Sport, kommunaler Aufgabenerfüllung und Zielstellung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

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Sportstadt – Status und Schimäre (Hans-Jürgen Schulke)

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Hans- Jürgen Schulke (Hamburg) Sportstadt – Status und Schimäre 1. Zur Aktualität des Themas Im April 2016 wurde die traditionelle „Sportaccord Convention“ in Lausanne ver- anstaltet mit dem ebenso traditionellen „City Forum“ als wichtigem Veranstal- tungsteil. Neben dem Erfahrungsaustausch zwischen Repräsentanten der Städte, Sportorganisationen und Agenturen wird hier die weltweite „Sportstadt des Jahres“ gekürt. Die Wahl fiel diesmal auf New York, begründet als Stadt mit bekannten Profi- mannschaften und großen Sportereignissen wie Football, Tennis und Marathon. 150 Städte aus aller Welt hatten sich an dem Award beteiligt und für die Teilnahme eine respektable Summe eingezahlt. Ihnen allen war der Titel „Sportstadt“ begeh- renswert. Ein weiterer Ansatz wird durch die internationale Breitensportorganisation TAFISA entwickelt mit ihrem von der EU geförderten Konzept der „Active City“. Es benennt fünf Erfolgskriterien wie Bewusstseinsbildung, Kooperation der Ak- teure, Sportstätten, Veranstaltungen und Monitoring. Auch hier gibt es ein globales Netzwerk und Zertifikat „Regional or World Active City of the Year“. Im September 2016 sind alle 27 Mitgliedsstaaten aufgefordert, sich an der europäischen Woche des Sports zu beteiligen. Die Begehrlichkeit nach dem Titel „Sportstadt“ innerhalb Deutschlands ist ähn- lich, auch wenn es dort keinen formalisierten Wettbewerb gibt. Ein eigenständiges „Sportstadtranking“ versuchte regelmäßig das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut und legt dabei Profisport, Sportveranstaltungen, Infrastruktur und Breitensport zugrunde; der zeitliche Rhythmus, die geringe Zahl an Kriterien und Messver- fahren werden kritisch diskutiert (Steinhardt/Vöpel 2008, hierzu Schwark 2009). Sie erreichen bei weitem nicht die Standards, wie...

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