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Selbstverständnis im Spannungsfeld zwischen Diesseits und Jenseits

Die Lübecker Ratsherrenwitwen Telse Yborg (gest. vor 1442), Wobbeke Dartzow (gest. 1441/42) und Mette Bonhorst (gest. 1445/46)

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Ulrike Förster

Die Frauen der spätmittelalterlichen Ratsherren und Hansekaufleute wurden in der sozial- und wirtschaftshistorischen Forschung bisher kaum berücksichtigt. Ausgehend von diesem Defizit beschäftigt sich die Studie mit den Testamenten von drei Lübecker Ratsherrenwitwen. Dabei werden auch kultur- und literaturwissenschaftliche Fragestellungen aufgegriffen. Die Autorin analysiert die Vermächtnistexte – wegen ihrer kommunikativen Funktion in Anlehnung an die neuere Forschung auch als Selbstzeugnisse gedeutet – vor dem Hintergrund der von ihr ermittelten Biographien der Testatorinnen und mit Blick auf zeitgenössische konventionelle Handlungsmuster und Rollenbilder, um Personenaspekte der drei Frauen ableiten und ihnen als historischen Personen «ein Gesicht» geben zu können.

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7. Anhang

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7.  Anhang

7.1  Prosopographischer Katalog

Abstract: The prosopographic catalogue contains data and sources concerning especially Telse Yborg, Wobbeke Dartzow, Mette Bonhorst and their husbands. Moreover summaries of the last wills of the three women and their corresponding husbands (where available) as well as those of four other widows (for comparison) were compiled.

In den Katalog wurden die drei Ratsherrenwitwen sowie deren Ehemänner und mit Johan Nyebur der Vater einer Erblasserin aufgenommen. Ausschlaggebend für die Auswahl war vor allem, dass die familiären Beziehungen der Erblasserinnen aufgrund ihrer mehrfachen Eheschließungen, im Fall des Johan Nyebur wegen der verwandtschaftlichen Verbindungen seiner Ehefrau, ein sehr komplexes Geflecht bilden, das sich ansonsten nicht übersichtlich darstellen ließe. Die Identifizierung der einzelnen Personen erfolgte trotz unterschiedlicher Schreibweisen und der Verwendung von Koseformen in der Regel über die Namensgleichheit von Vor- und Zunamen. Ob es sich bei gleichem Namen im Einzelfall tatsächlich um denselben Menschen handelte, wurde anhand der Kontinuität weiterer Angaben in den Testamenten sowie den Ober- und Niederstadtbucheinträgen überprüft (z. B. auffällige Legate, parallele gemeinsame Erwähnung im Zusammenhang mit weiteren Zusätzen). Dennoch ließen sich nicht alle in den letztwilligen Verfügungen der Erblasserinnen bedachten Personen in eine durch Verwandtschaft oder sonstige soziale Kontakte begründete Beziehung zu der jeweiligen Testatorin setzen.

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