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Inklusiver Englischunterricht am Gymnasium

Evidenz aus der Schulpraxis im Spiegel von Spracherwerbstheorie und Fremdsprachendidaktik

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Jan Springob

Inklusion ist eine der aktuellen bildungspolitischen Herausforderungen. Die Realisierung von gemeinsamem Unterricht einer heterogenen Schülerschaft stellt auch den Fremdsprachenunterricht vor neue Aufgaben. Der Autor präsentiert Erkenntnisse einer dreijährigen unterrichtsbegleitenden, quantitativen wie qualitativen Erhebung inklusiven Englischunterrichts an einem Gymnasium und bettet diese umfassend in den Diskurs der Inklusions- und Zweitspracherwerbsforschung ein. Er formuliert «Best-Practice»-Empfehlungen, die einen eigenständigen, wissenschaftlich fundierten Impuls in die englische Sprachwissenschaft hinsichtlich des Zweitspracherwerbs und in die englische Fachdidaktik hinsichtlich der Unterrichtspraxis geben. Die Umsetzung von Inklusion kann gelingen, so das Fazit.

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9. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

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9.   Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

Die vorliegende Studie bewegt sich in den drei großen Interaktionsfeldern Inklusion, Zweit- und Fremdspracherwerb sowie Englischunterricht an Gymnasien. Der zentrale Fokus der Studie ist die allgemein existierende Heterogenität in Lerngruppen in der schulischen Realität, erst einmal völlig unabhängig von einem inklusiven Setting. Der Gemeinsame Unterricht von SchülerInnen mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf pointiert Unterschiede zwischen Individuen noch stärker und macht diese für alle Beteiligten offensichtlicher. Die zentrale Herausforderung in diesem Kontext ist der Spagat zwischen LernerInnen- und Standardorientierung sowie ein ausgewogenes Gleichgewicht von gemeinsamen und differentiellen Lernarrangements in einem höchst selektiven Schulsystem.

Inklusion

Inklusion ist eines der bestimmenden Themen der Bildungspolitik, sowohl in den Schulen als auch in der Lehramtsausbildung an den Universitäten und Zentren für schulpraktische LehrerInnenbildung: Wie kann der Gemeinsame Unterricht von SchülerInnen mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf für alle Beteiligten gewinnbringend in der täglichen Praxis gelingen? Der produktive Umgang mit Heterogenität ist schon lange Gegenstand der Arbeit und vorbereitenden Ausbildung aller LehrerInnen; die konkrete Aufnahme von SchülerInnen mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf an Regelschulen erweitert die Spannweite an Vielfalt in den Klassen jedoch spürbar und verändert Unterricht bzw. muss diesen verändern. Das grundlegende Recht aller Kinder und Jugendlichen, eine Schule ihrer Wahl zu besuchen, steht in der Diskussion nicht primär zur Debatte; Fragen und Unsicherheiten werden...

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