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Die Funktionsklasse der «segnali discorsivi» des Italienischen

Mit einer korpusgestützten Analyse von «praticamente» und «comunque»

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Riccardo Imperiale

Diese Studie thematisiert die «segnali discorsivi» (dt. «Diskursmarker», «Diskurspartikeln») des Italienischen. Der Autor diskutiert zunächst verschiedene Klassifizierungsansätze und geht zentralen Forschungsfragen wie der kategoriellen Abgrenzung nach. In einer korpusbasierten Detailanalyse veranschaulicht er schließlich das breite Funktionsspektrum der «segnali discorsivi» am Beispiel von «praticamente» und «comunque»: Die Untersuchung von 100 Audio-Aufnahmen zeigt, dass die Partikeln zahlreiche Funktionen auf allen Ebenen des Diskurses (metatextuell, interaktional, kognitiv) übernehmen können. Hierbei untersucht der Autor auch, ob sie abtönend fungieren. Da es sich um auditives Korpusmaterial handelt, kann er zentrale Faktoren wie die Kontextsensitivität und die Prosodie berücksichtigen.

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3 Funktionsanalyse

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Abstract: In the following a functional analysis of the Italian discourse particles praticamente and comunque will be carried out. The analysis is based on 100 audio files of the Italian CLIPS corpus, published in 2004 by the University of Naples. Since this corpus contains auditory data, essential communicative factors as context dependence and prosody can be taken into account.

Das für die Funktionsanalyse verwendete CLIPS-Korpus60 enthält im Bereich DIALOGICO rund 240 Audio-Aufnahmen authentischer gesprochener Sprache, die in 15 italienischen Städten durchgeführt wurden. Von den 240 Audio-Dateien wurden in der Analyse all diejenigen berücksichtigt, von denen eine transkribierte Version vorliegt sowie wahlweise einige nicht transkribierte Dateien. So wurden insgesamt ca. 100 Aufnahmen je unterschiedlicher Länge (von minimal drei bis maximal 30 Minuten) analysiert. Die Aufnahmen zeigen spontane dialogische Nähediskurse, die sich inhaltlich auf den Interaktionstyp map task beziehen. Beim map task sind die beiden GesprächspartnerInnen dazu angehalten, sich zuvor ausgehändigte Zeichnungen gegenseitig zu beschreiben. Hierbei gibt es zwei mögliche Aufgabenstellungen, d. h. die gegenseitige Beschreibung kann zwei unterschiedlichen Zwecken dienen. Im ersten Fall beschreibt Partner1 Partner2 den auf dem eigenen Blatt zu sehenden Verlauf einer Linie, den Partner2 auf seinem Blatt nachzuzeichnen hat. Diese Linie umläuft mehrere Hindernisse in Form kleinerer Abbildungen. Die Partner wissen hierbei nicht, dass sich ihre Zeichnungen in einigen Punkten voneinander unterscheiden, was kommunikativ zu klärende Unstimmigkeiten hervorruft und somit die Spontaneität des Diskurses zusätzlich fördert. Im zweiten...

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