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Fachgeschichte in der Literaturdidaktik

Historiographische Reflexionen für Theorie und Praxis

Series:

Christian Dawidowski and Nadine J. Schmidt

Der Sammelband regt zum ersten Mal dazu an, die fachgeschichtliche Theoriebildung zur Geschichte des Deutschunterrichts hinsichtlich ihres Ertrags und ihrer Legitimation für die Disziplin der Literaturdidaktik zu reflektieren. Darüber hinaus steht der Konnex zwischen fachgeschichtlichem Wissen und dem bildungspolitischen Auftrag innerhalb der Lehrerausbildung im Mittelpunkt des Interesses. Dabei wird eine Doppelperspektive angezielt: Neben der Diskussion fachgeschichtlicher Inhalte geht es zeitgleich auch um den Stellenwert fachgeschichtlichen Denkens überhaupt. Die Beiträge setzen sich mit einer disziplinären Klärung und Straffung auseinander oder zeigen an konkreten Beispielen auf, wie fachgeschichtliches Denken in der Lehrerausbildung fruchtbar gemacht werden kann.

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Literaturgeschichte für Primaner. August Friedrich Christian Vilmars „Vorlesungen über die Geschichte der deutschen National-Literatur“ (1845) (Claudia Lieb)

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Claudia Lieb

Literaturgeschichte für Primaner. August Friedrich Christian Vilmars „Vorlesungen über die Geschichte der deutschen National-Literatur“ (1845)

Abstract: This essay examines the question of teaching German literary history in the 19th century secondary school. Vilmar’s popular school book presents everything that can be assembled from the past, but does not inquire into the writing. Instead, titles, content summaries and the authors’ emotions are on the agenda. With only two German lessons a week, however, literary history proves to be a parade of geniuses.

Die deutsche Literatur beginnt mit einer Bibelübersetzung und endet mit einem Münchhausen – das ist die erste Lehre, die August Friedrich Christian Vilmar, Direktor des kurfürstlichen Gymnasiums zu Marburg, in seinen „Vorlesungen über die Geschichte der deutschen National-Literatur“ (1845) gibt. Die zweite, noch vor dem eigentlichen Text im „Subscribenten-Verzeichnis“ erteilte, ist: Die Käufer des Buchs sind der „Gymnasiast“ und der „Abiturient“, der „Lehrer“, „Reallehrer“, „Gymnasiallehrer“, „Oberschulrath“ und „Gymnasial-Director“ sowie ferner die „Bibliothek des Gymnasiums“ und der „Real-Schule“. Sie alle werden namentlich genannt, stammen aus dem Marburger und Kasseler Raum und sie befinden sich in bester Gesellschaft mit dem einen oder anderen Pfarrer, Professor und Studenten.

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