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Rechtliche Grundlagen und normzweckadäquate Unternehmensbewertung bei Kapitalgesellschaften

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Christina Schröter

Dieses Buch ​widmet sich Rechtsfragen der Unternehmensbewertung. Hierzu gibt die Autorin zunächst einen Überblick über die diversen Unternehmensbewertungsanlässe und Bewertungsverfahren. Ferner stellt sie die Entwicklung der Unternehmensbewertung in der Rechtsprechung dar. Schließlich untersucht sie anhand von zwei Bewertungsanlässen, ob es eine allgemeingültige, für alle Bewertungsanlässe geeignete Bewertungsmethode gibt. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass es eine solche Bewertungsmethode nicht gibt. Stattdessen ​lasse sich für jeden Bewertungsanlass eine «richtige» Bewertungsmethode festlegen, die dem jeweiligen Normzweck am besten gerecht ​werde.

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§ 3 Die Entwicklung der Unternehmensbewertung nach der Rechtsprechung

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§ 3  Die Entwicklung der Unternehmensbewertung nach der Rechtsprechung

Die höchstrichterliche Rechtsprechung, die sich mit dem Thema der Unternehmensbewertung aus vielfältigen Anlässen immer wieder zu beschäftigen hat, ist in ständiger Entwicklung.

Nach Ansicht des BGH ist bei der Bewertung von Unternehmen im Gesellschafts-, Familien- und Erbrecht grundsätzlich vom „wirklichen Wert des lebenden Unternehmens als Einheit“ auszugehen.655 Wie dieser „wirkliche Wert des lebenden Unternehmens“ zu bestimmen ist, ist jedoch im Laufe der Zeit von der Rechtsprechung unterschiedlich gelöst worden und soll im Folgenden näher beleuchtet werden.

A.  Status quo

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