Show Less
Restricted access

Informationsstrukturierung in Wirtschaftstexten

Series:

Krzysztof Nycz

Das Buch untersucht das Phänomen der Informationsstrukturierung in Wirtschaftstexten. Der Autor richtet sein Augenmerk auf die informationsstrukturelle Analyse von deutsch- und polnischsprachigen Marktberichten und –kommentaren und legt der Untersuchung den Quaestio-Ansatz von Wolfgang Klein und Christiane von Stutterheim zugrunde. Die materialintensiven empirisch orientierten Analysen geben Aufschluss über relevante Aspekte der Informationsentfaltung, Formen der Referenzen und der daraus resultierenden Textstrukturierung. Auf Grund des zweisprachigen Textkorpus bietet sich eine kontrastive Betrachtung deutscher und polnischer Fachtexte im Hinblick auf deren Informationsstruktur sowie Prinzipien der Fokussierung einzelner Informationseinheiten an.

Show Summary Details
Restricted access

2. Informationsstrukturierung in Texten

Extract

2. Informationsstrukturierung in Texten

2.1. Allgemeines

Das Phänomen der Informationsstrukturierung ist – auch wenn es trivial klingen mag – sehr komplex, dessen Begrifflichkeiten sind uneinheitlich und mehrdeutig, mitunter verwirrend (vgl. Féry 2011: 10; Molnár 1991: 11; Molnár 1998: 90; Prince 1981: 223 f. u. a.). Im Wesentlichen wird Informationsstruktur als „die Strukturierung von sprachlicher Information, typischerweise zum Zweck der Optimierung des Informationstransfers im Diskurs“ aufgefasst (Féry 2003: 2). Die Grundidee ist dabei, dass die zu vermittelnde Information je nach Hintergrund, Ziel des Diskurses und Intention des Textproduzenten so aufzubereiten und zu strukturieren ist, dass sie bestmöglich zur Geltung kommt. Der Terminus Informationsstruktur selbst geht auf Halliday (1967) zurück, der den Ausdruck information structure auf die Gliederung der gesprochenen Sprache in Informationseinheiten bezog, was nicht notwendigerweise mit der syntaktischen Struktur der Äußerung deckungsgleich ist:

„Any text in spoken English is organized into what may be called ‘information units’. The distribution of the discourse into information units is obligatory in the sense that the text must consist of a sequence of such units. But it is optional in the sense that the speaker is free to decide where each information unit begins and ends, and how it is organized internally. This is not determined for him by the constituent structure. Rather could it be said that the distribution of information specifies a distinct constituent structure on a different plane; this ‘information structure’ is then mapped on to the constituent structure...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.