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Transiträume und transitorische Begegnungen in Literatur, Theater und Film

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Edited By E.W.B. Hess-Lüttich, Sabine Egger and Withold Bonner

In Literatur und Medien sind Bahnhöfe, Flughäfen, Häfen, Parkplätze (und die damit assoziierten Verkehrsmittel) allgegenwärtig. Das gilt auch für Flüchtlingslager und deren Umgebungen. Angesichts transnationaler Mobilität als Alltagserfahrung sind «Transiträume» (Foucault), «Räume» (de Certeau), «Nicht-Orte» (Augé) und «liminale» Räume (Turner) im «Grenzbereich» (Lotman) zu einem unübersehbaren Topos geworden. In der Sprach-, Literatur- und Kulturtheorie trägt das Konzept des «spatial turn» dieser Entwicklung Rechnung. Transitorische Begegnungen in Grenzbereichen sind zugleich eine Herausforderung für das offene Konzept der Interkulturalität. Dies diskutiert der vorliegende Band anhand von Fragen wie diese: Was für Begegnungen finden in Transiträumen statt? Stellen derartige Begegnungen bestehende Identitätskonzepte in Frage? Kann ein Transitraum einen Rahmen für Transdifferenz oder Hybridität bilden? Wie beeinflusst die Bewegung in verschiedenen Transportmitteln sinnliche und kulturelle Perspektiven? Wie unterscheiden sich Räume in verschiedenen Gattungen, Medien oder Künsten? Wie stehen sie miteinander in Bezug? Experten interkultureller Germanistik aus aller Welt antworten darauf in ihren Beiträgen aus literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Sicht.

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Zur Synchronie der Lebenswelten: Überlegungen zur Dynamik im Third Space (Kathleen Thorpe)

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Kathleen Thorpe (Johannesburg)

Zur Synchronie der Lebenswelten

Überlegungen zur Dynamik im Third Space

Abstract: Debates emanating from the “spacial turn” toward the end of the 1980s can be fruitfully applied to describe the interstitial position of migrants attempting to establish themselves in a new cultural environment. The following essay does not seek to engage with the various societal models connected with these points of discussion. Instead, it wants to explore the description of individual attitudes and feelings regarding ideas of identity in an inbetween space, i.e. “third space” (Soja). Particularly those of writers with a migration background whose works are autobiographically inspired.

Erkenntnisse, die infolge der Diskussionen des sogenannten Spatial Turn gegen Ende der 80iger Jahre des 20. Jahrhunderts zu Tage getreten sind, können nutzbringend angewendet werden, um die Situation von Migranten zu beschreiben, die versuchen, in einem fremden Kulturkreis Fuß zu fassen. Diese Einsichten lassen sich durchaus mit aktuellen Themen wie z. B. Assimilation, Integration, Multikulturalismus, Inter- und Transkulturalismus verbinden, die mit der Bestimmung von Identität einhergehen. In diesem Beitrag geht es nicht in erster Linie um eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen gesellschaftlichen Modellen, die aus den oben angedeuteten Themenkreisen hervorgehen, sondern eher um die Benennung von denjenigen Faktoren, die das Empfinden von Betroffenen beeinflussen, wie diese ihr Identitätsempfinden verhandeln und wie sie in der neuen Gesellschaft zurecht kommen. Als BewohnerInnen eines Zwischenraums sind sie besonderen Stressfaktoren ausgesetzt, und zwar physischen wie vor allem aber auch psychischen. Fremdenfeindlichkeit...

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