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Mentale Fitness im Golf

Sportpsychologische Grundlagen und Übungen für den Freizeit- und Leistungssport

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Martin K. W. Schweer

Mentale Fitness spielt im (Hoch-)Leistungssport eine entscheidende Rolle, auch im Freizeitsport wird diesem Faktor zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt. Ergänzend zu den sportartübergreifenden Überlegungen aus dem Band «Mentale Fitness im Tennis» finden sich spezifische psychologische Hinweise für aktive Golfspielerinnen und Golfspieler jeglichen Leistungsniveaus, die ihre mentale Fitness verbessern wollen. Die wesentlichen Aspekte werden anschaulich auf den Punkt gebracht, zudem werden viele praktische Übungen zur Steigerung der individuellen mentalen Fitness vorgestellt. Das Werk basiert auf den Ergebnissen wissenschaftlicher empirischer Forschung und langjähriger Erfahrungen des Autors in der sportpsychologischen Beratung von Golfspielerinnen und Golfspielern aus dem Nachwuchs- und professionellen Bereich.

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3. Golf als Wettkampfsport: Ich, der Platz und die Gegner

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3.   Golf als Wettkampfsport: Ich, der Platz und die Gegner

Um die Spezifika mentaler Stärken und Schwächen beim Golf angemessen verstehen zu können, müssen wir uns vor Augen führen, was diese Sportart im Vergleich zu anderen Sportarten ausmacht.

Golf ist ein Individualsportart im engsten Sinne, der sich nicht nur von Mannschaftssportarten wie Basketball und Fußball, sondern auch von anderen Individualsportarten wie Rückschlagsport (bspw. Tennis, Badminton), Schwimmen und Leichtathletik unterscheidet (die so genannten Ligaspiele stellen Ausnahmen dar, einige Anmerkungen hierzu folgen in Kap. 7).

Im Gegensatz zu einer Mannschaftssportart …

▪ gibt es keine Mitspieler, auf deren Leistung der Golfer angewiesen ist und die einen negativen Einfluss auf das Endergebnis nehmen können; andererseits gibt es so auch niemanden zur aktiven Unterstützung (abgesehen vom Caddie).

▪ sind wir beim Golfen also alleine für unsere Erfolge, aber eben auch für unsere Misserfolge verantwortlich.

▪ gibt es niemanden, auf den wir Rücksicht nehmen müssen.

▪ sind die Ursachen für alles gut und schlecht Gelaufene ausschließlich bei uns selbst zu suchen und zu finden.

Verglichen mit anderen Individualsportarten wie dem Schwimmen, bei dem in der Regel Athleten auf mehreren Bahnen direkt nebeneinander um die schnellste Zeit ringen, gibt es im Golf in der Regel auch keine direkten Gegner: Wie Bob Rotella (2006, S. 85), langjähriger sportpsychologischer Berater von Weltklasseathleten, ausführt, spielen Golfer in...

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