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Vokalschreibungen im Deutschen

Eine graphotaktische Analyse einsilbiger Nomen

Miriam Bianca Balestra

Auf Basis des Konzepts Graphotaktik entwickelt die Autorin eine Untersuchungsmethode, mit der sich das individuelle Korrespondenzverhalten von phonologischen Einheiten systematisch erforschen und flächendeckend offenlegen lässt. Dieses Konzept evaluiert die Idee, dass für die geschriebene Sprache spezielle Regeln dafür gelten, wo bestimmte Einheiten auftreten können und wie beziehungsweise ob sie mit anderen verbunden werden dürfen. Konzeptionell basiert das Verfahren auf der Annahme, dass sich das mögliche Auftreten von Verschriftlichungsvarianten für ein Phonem jeweils nur auf bestimmte graphische Kontexte erstreckt. Praktisch findet der graphotaktische Analyseapparat Anwendung, indem die Autorin existente Korrespondenzbeziehungen einer lautlichen Einheit aus spezifischen graphischen Kontexten erfragt.

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Vorwort

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Nach l,n,r, das merke ja, kommt nie tz und nie ck. Die Idee zu dieser Arbeit ist im Grunde genommen just in dem Augenblick ent- standen, als ich zufällig in einem Sprachbuch für die Grundschule auf den oben aufgeführten Merksatz gestoßen bin. Dass mich eine solche Regel überhaupt an- sprechen konnte, ist vor allem Martin Neef zu verdanken. Schließlich war er es, der mich dazu veranlasst hat, über geschriebene Sprache nachzudenken und der generell mein Interesse und meine Neugierde für die Schriftlinguistik weckte. Nicht zuletzt hat jedoch auch die Beschaffenheit des deutschen Schriftsystems diese Abhandlung erst möglich gemacht: Aufgrund seiner Eigenschaft, vergleichs- weise tief, wenngleich auch nicht zu tief zu sein, bot es quasi eine ideale und lohnenswerte Basis zur Entwicklung einer graphotaktischen Analysemethode, die es nunmehr ermöglicht, einen weitreichenden Einblick in das kontextspezi- fische Korrespondenzverhalten von phonologischen Einheiten zu gewinnen. Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um eine modifizierte Fassung meiner Dissertation, die am 25.06.2015 von der Fakultät für Geistes- und Erziehungs- wissenschaften der Technischen Universität Carolo- Wilhelmina zu Braunschweig angenommen wurde. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei meinen Gutachtern Martin Neef und Christina Noack für entsprechende Hinweise und Vorschläge zu ihrer Überarbeitung bedanken. Darüber hinaus hat auch Annalen Appelt zum Gelingen dieser Publikation beigetragen, indem sie mich in jeglicher Hinsicht verstanden und auch unterstützt hat. Mein besonderer Dank gilt jedoch FraGeViMi, ohne deren Rückhalt dieser...

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