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Turns und kein Ende?

Aktuelle Tendenzen in Germanistik und Komparatistik

Series:

Elke Sturm-Trigonakis, Olga Laskaridou, Evi Petropoulou and Katerina Karakassi

Der Band setzt sich kritisch mit «Cultural Turns» allgemein auseinander und lotet deren Anwendungsmöglichkeiten vom «post-imperial», über den «ecocritical» bis hin zum «economical turn» aus. Dabei zeigt sich das innovative Potenzial der Turns, aber auch die Notwendigkeit, sie epistemisch in den Einzeldisziplinen zu verankern. Die Symbiose der «Cultural Turns» mit Literaturwissenschaft und Komparatistik scheint etabliert zu sein. Transdisziplinarität und Kombinationen wie «Postkoloniale Germanistik» sind selbstverständlich, und die Komparatistik untersucht Diachronie und Synchronie von jeglichen Wissenssystemen. Die Beiträger nehmen sich den Umstand, dass sich Einzelphilologien und Komparatistik unter dem Vorwurf der Orientierungslosigkeit dennoch in einer Dauerkrise befinden, zum Anlass für eine Bestandsaufnahme.

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Melancholie in der Literatur als Ausdruck des Habsburgischen und Osmanischen Mythos (Johanna Chovanec)

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Johanna Chovanec1

Melancholie in der Literatur als Ausdruck des Habsburgischen und Osmanischen Mythos

Abstract: Both the Austro-Hungarian Empire and the Ottoman Empire disintegrated after WW I. In Austrian literature, Claudio Magris proposes the Habsburg myth of post-imperial melancholy. This publication discusses the Ottoman myth of post-imperial melancholy as a main theme in Turkish literature.

Einleitung: Der Osmanische Mythos im Kontext des imperial turn

Der Untergang des Osmanischen Reiches (1923) und der Österreichisch-Ungarischen Monarchie (1918) führt zur Gründung etlicher Nationalstaaten. Die Grenzen der Türkei und Österreichs umfassen einen Bruchteil der vormaligen territorialen Ausdehnung der Großreiche. In Bezug auf die österreichische Nachkriegsliteratur hat Claudio Magris den Terminus ‚Habsburgischer Mythos‘ geprägt, in dessen Zentrum eine melancholische Rückbesinnung auf Charakteristika des nicht mehr existierenden Reiches steht. In Analogie zum Habsburgischen Kontext stellt sich die Frage nach einem Osmanischen Mythos in der türkischen Literatur (Chovanec).

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