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Neue Aramäische Studien

Geschichte und Gegenwart

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Edited By Dorothea Weltecke

Dieser Sammelband zeichnet die Konstituierung und erste Arbeitsphase der Forschungsstelle für Aramäische Studien nach. Die Aufsätze gehen aus unterschiedlichen Veranstaltungen hervor. Sie spiegeln die Forschungsinteressen der aramäischen Initiatoren wieder, die im Vergleich zu den traditionellen syrischen Forschungen in Deutschland neue inhaltliche Themen insbesondere aus Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft beleuchten. Prominente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie junge Autorinnen und Autoren bearbeiten Themen von der Antike bis zur Gegenwart. Viele Beiträge wurden von Aramäern verfasst. Der Band möchte zur Weiterentwicklung der syrischen Studien und zu ihrer Verankerung in neuen wissenschaftlichen Disziplinen beitragen.

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Die Aramäer in Palästina und im Alten Testament (Angelika Berlejung)

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Angelika Berlejung

Die Aramäer in Palästina und im Alten Testament

Abstract: The first reference to Aramaeans in history dates back to the 12th / 11th century BC. Their history in Syria and the Northern Levant continues in the first millennium BC. Thus, the Aramaeans and their language had a significant impact on the history of Israel and the Bible.

1 Einleitung: Zur Herkunft der Aramäer

„Aram“ war ursprünglich ein geographischer Begriff, der eine bestimmte Region in Syrien bezeichnete, deren einzelne Populationsgruppen sehr unterschiedliche Namen trugen. Der Begriff war an sich nicht mit ethnischen Konnotationen verbunden. Assyrische und alttestamentliche Texte gebrauchen den Begriff „Aramäer“, wenn sie auf Bewohner des Gebietes „Aram“ referieren. Es handelt sich bei der Applikation dieses Begriffs auf eine Menschengruppe um eine Fremdzuschreibung und Außenperspektive, denn der Begriff „Aramäer“ war keine Selbstbezeichnung. Die Bewohner von Aram kannten und benutzten zwar das Toponym ihres Siedlungsgebiets,1 benannten sich selbst aber nicht danach.

„Aramäer“ werden zum ersten Mal in den Inschriften des Tiglath-Pilesar I. (1114–1076 v. Chr.) erwähnt. Er kämpfte gegen die „Ahlamu des Aramäer-Landes“ oder die „Ahlamu-Aramäer“ im Euphrat-Gebiet zwischen Suhu und Karkemisch und verfolgte sie im Gebiet um den Berg Bischri, westlich von Der-ez-Zor. In diesen Gebieten gab es offenbar Aramäerstädte, von denen er sechs eroberte.2 Schon Tukulti-Ninurta I. (1240–1205 v. Chr.) sah den Berg Bischri als „Gebirge der...

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