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Neue Aramäische Studien

Geschichte und Gegenwart

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Edited By Dorothea Weltecke

Dieser Sammelband zeichnet die Konstituierung und erste Arbeitsphase der Forschungsstelle für Aramäische Studien nach. Die Aufsätze gehen aus unterschiedlichen Veranstaltungen hervor. Sie spiegeln die Forschungsinteressen der aramäischen Initiatoren wieder, die im Vergleich zu den traditionellen syrischen Forschungen in Deutschland neue inhaltliche Themen insbesondere aus Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft beleuchten. Prominente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie junge Autorinnen und Autoren bearbeiten Themen von der Antike bis zur Gegenwart. Viele Beiträge wurden von Aramäern verfasst. Der Band möchte zur Weiterentwicklung der syrischen Studien und zu ihrer Verankerung in neuen wissenschaftlichen Disziplinen beitragen.

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Auf der Suche nach Ephräm dem Syrer: Für eine neue wissenschaftliche Interpretationsmethode seiner theologischen Werke (Kees den Biesen)

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Kees den Biesen

Auf der Suche nach Ephräm dem Syrer: Für eine neue wissenschaftliche Interpretationsmethode seiner theologischen Werke

Abstract: Ephrem the Syrian is one of the most important theologians and poets of the Syrian tradition. The author discusses different approaches to this author in scholarship and maintains the validity of his “symbolical thinking” as a fruitful approach to theology against the notion of mere poetical language.

In der christlichen Tradition wird Ephräm der Syrer (ca. 300 bis 9. Juni 373) seit je her Dichter, Kirchenlehrer und theologischer Schriftsteller genannt, und als solcher wird er auch in unserer Zeit allgemein anerkannt. Es scheint jedoch weniger klar, ob er auch als Theologe im modernen Sinne des Wortes, das heißt als Experte in der systematischen Reflexion über Glauben, Liturgie und christliches Leben, betrachtet werden kann. Manche Gelehrten nahmen die poetischen und didaktischen Aspekte seiner Schriften tatsächlich zum Anlass, ihn als einen großen Dichter, zugleich aber auch als einen armseligen Denker zu betrachten. Dies stimmt mit dem Urteil mancher europäischer Theologen überein, welche die syrischen Kirchenväter gemeinhin als Vertreter einer obskuren und außerdem heterodoxen Tradition ansahen und sich nie wirklich auf ihre orientalische Theologie einließen.

Ephräm selber ist von diesem summarischen und ungerechten Urteil insoweit ausgenommen, als er, Vertreter eines noch ungeteilten Christentums, von den meisten europäischen Kirchen als heiliger Dichter und asketischer Schreiber verehrt wird. Dieses traditionelle Bild basiert jedoch...

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