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Neue Aramäische Studien

Geschichte und Gegenwart

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Edited By Dorothea Weltecke

Dieser Sammelband zeichnet die Konstituierung und erste Arbeitsphase der Forschungsstelle für Aramäische Studien nach. Die Aufsätze gehen aus unterschiedlichen Veranstaltungen hervor. Sie spiegeln die Forschungsinteressen der aramäischen Initiatoren wieder, die im Vergleich zu den traditionellen syrischen Forschungen in Deutschland neue inhaltliche Themen insbesondere aus Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft beleuchten. Prominente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie junge Autorinnen und Autoren bearbeiten Themen von der Antike bis zur Gegenwart. Viele Beiträge wurden von Aramäern verfasst. Der Band möchte zur Weiterentwicklung der syrischen Studien und zu ihrer Verankerung in neuen wissenschaftlichen Disziplinen beitragen.

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Die Änderung des türkischen Familiennamens zurück zum traditionellen aramäischen Familiennamen (Benjamin Be Djallo)

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Benjamin Be Djallo

Die Änderung des türkischen Familiennamens zurück zum traditionellen aramäischen Familiennamen

Abstract: In 1934, the Turkish government forced the Aramaeans to take Turkish family names. In the diaspora, many descendants of the victims of this practice want to return to their former family names. The essay explores the juridical procedures and obstacles in Germany to change the family name.

1 Warum haben Aramäer aus der Türkei türkische Familiennamen?

Die meisten der in Deutschland lebenden etwa 100 000 Aramäer stammen aus dem Südosten der Türkei.1 Diese Aramäer führen allesamt einen türkischen Familiennamen. Das ist nicht der Fall bei Aramäern, die aus einem anderen Staat stammen, etwa Syrien oder Libanon, und den wenigen Aramäern, die in Deutschland den Familiennamen geändert haben.

Bis 1935 gab es in der Türkei keine den deutschen Vor- und Familiennamen entsprechenden Bezeichnungen einer Person. Eingetragen wurden aufgrund des Osmanischen Personenstandsgesetzes lediglich der (Vor-)Name und ein Beiname, unter dem jemand bekannt war. Diesen Beinamen kann man als eine Art Familiennamen bezeichnen. Ein solcher aramäischer Familienname setzt sich i. d. R. aus dem Namen des Vaters oder eines Vorfahren, dem der Zusatz Be „Haus“, „Familie“, „Sippe“ vorangestellt wird, zusammen, also z. B. Be Shabo, Be Hanne (zu dem Be weiter unten). Gelegentlich ist auch der Beruf des Vaters oder eines Vorfahren namensgebend, z. B. Be Qasho „Familie...

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