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Evaluierung von Spielerschutzschulungen bei Vertriebspartnern der Österreichischen Lotterien unter besonderer Berücksichtigung von Testkäufen

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Doris Malischnig

Die Autorin analysiert, ob und in welchem Ausmaß Spielerschutzschulungen für Vertriebspartner der österreichischen Lotterien zur Umsetzung von Jugendschutzvorgaben (Compliance) führen. Sie untersucht darüber hinaus den Einfluss der persönlichen Einstellungen auf die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen und die Rahmenbedingungen, die einem regelkonformen Verhalten bei der Überprüfung der Compliance mittels Testkäufen entgegenstehen. Die Studie stützt sich auf das Vier-Ebenen-Modell von Kirkpatrick (1970) und die Theorie des geplanten Verhaltens nach Ajzen (1991). Die Autorin gibt einen Überblick über die Maßnahmen, welche zeitnah und zielführend dazu führen sollen, die Compliance nachhaltig zu erhöhen.

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Zusammenfassung

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Vor dem Hintergrund eines rudimentären Kenntnisstandes über die wissenschaftliche Evaluation von Spielerschutzschulungen bei Lotterieunternehmen und deren Auswirkung auf die Einhaltung von Jugendschutzvorgaben verfolgt das vorliegende Forschungsprojekt das Ziel, zu überprüfen, ob und in welchem Ausmaß Spielerschutzschulungen für Vertriebspartner der Österreichischen Lotterien (ÖLG) zur Umsetzung der Jugendschutzvorgaben (Compliance) beitragen. Ein weiteres Ziel ist es, den Einfluss von persönlichen Einstellungen auf die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen zu ergründen und jene Rahmenbedingungen herauszufiltern, die einem regelkonformen Verhalten (Kein Verkauf von Lotterieprodukten an Personen unter 16 Jahren) entgegenstehen, um darauf bei zukünftigen Schulungen gezielt eingehen zu können. Die Überprüfung der Fragestellungen erfolgt unter Zuhilfenahme des Vier-Ebenen-Modells von Kirkpatrick (1970) und der Theorie des geplanten Verhaltens nach Ajzen (1991).

Auf Basis der Ergebnisse kann gefolgert werden, dass die Zufriedenheit mit den Schulungen und das Wissen über Spielerschutzthemen, über Glücksspielsucht, über Beratungs- und Hilfemöglichkeiten für Problemspieler und über die Einschätzung, Problemspieler zu erkennen, bei den Vertriebspartnern der ÖLG in den Jahren 2010 bis 2014 signifikant zugenommen hat.

Die Auswertung der Testkäufe der Analysestichprobe ergab 2014 in 12.2 % der Testfälle ein regelwidriges Verhalten. Die Frage nach dem Ausweis und die Überprüfung des Alters der Testperson, die ein Lotterieprodukt kaufen wollte, führten dazu, dass nicht verkauft wurde. Außerdem zeigen die Ergebnisse dieser Untersuchung, dass eine höhere Anzahl absolvierter Spielerschutzschulungen und eine positive Einstellung zu Testkäufen Prädiktoren dafür sind, dass...

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