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Übersetzen und Dolmetschen: Berufsbilder, Arbeitsfelder, Ausbildung. Ein- und Ausblicke in ein sich wandelndes Berufsfeld der Zukunft

70 Jahre Innsbrucker Institut für Translationswissenschaft

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Edited By Lew N. Zybatow, Alena Petrova, Andy Stauder and Michael Ustaszewski

Die Beiträge dieses Bandes geben Auskunft, wie Forschung und Lehre am Institut für Translationswissenschaft (INTRAWI) aufgestellt sind, um mit der Entwicklung der Translationsbranche Schritt zu halten. Die fortschreitende Globalisierung und Digitalisierung stellt die Translation vor immer neue Herausforderungen. Die Arten der Translation und die Anforderungen an professionelle Übersetzer und Dolmetscher ändern sich rasant. Die Autoren betrachten unter anderem die Entwicklung der Translationswissenschaft und ihrer Theorien, analysieren Fragen der Terminologie in der Translation und Probleme an der Schnittstelle Digitalisierung-Translationsmarkt-Translationspraxis. Sie fokussieren auch Themen wie moderne Fachkommunikation, Audiovisuelle Translation sowie neue Fragen und Formen der Übersetzungs- und Dolmetschdidaktik.

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Philologie als Haltung (Wolfgang Pöckl)

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Wolfgang Pöckl

Philologie als Haltung

Abstract: In Translation Studies, it has become a commonplace to oppose philological and translatological approaches and attitudes. The present paper argues that it is sometimes inevitable, however, to stick to philological principles. The examples discussed in the article show that it can be necessary to trace back the exact wording of a source text or to interpret a text’s message obscured by semantic change.

Der Begriff Philologie hat bei TranslationswissenschaftlerInnen deutschsprachiger Universitäten im Allgemeinen keinen guten Klang. Auf den ersten Blick mag dies verwundern, denn bis in die neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden translationswissenschaftliche Professuren noch relativ häufig an Personen vergeben, die ihre Laufbahn an philologischen Instituten begonnen und sich im Rahmen ihrer fachlichen Entwicklung in irgendeiner Form mehr oder weniger intensiv mit Übersetzung beschäftigt hatten, zum Teil auch aktiv als ÜbersetzerInnen hervorgetreten waren. Eine zweite Gruppe von LehrstuhlinhaberInnen stammte aus dem Lager der Linguistik und empfahl sich vornehmlich durch kontrastive Untersuchungen für eine der zunächst noch recht spärlich gesäten Professorenstellen.

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