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Kontextprofile der deutschen Abtönungspartikeln und ihre Äquivalente im Chinesischen

Eine neue Perspektive für die Vermittlung der Abtönungspartikeln im DaF-Unterricht

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Shasha Li

Ziel dieses Buchs ist es, die Kontextprofile der deutschen Abtönungspartikeln mithilfe der Konstruktionsgrammatik, Satztyp- und Sprechakttheorie empirisch herauszuarbeiten. Dadurch erstellt die Autorin eine korpusbasierte, konkrete Übersicht über die in der Literatur oft als «hoch kompliziert» dargestellten Partikelverwendungen. Zusätzlich erarbeitet sie differenziert die chinesischen Entsprechungen der Abtönungspartikeln. Dafür wird parallel zur Feststellung der hochfrequenten Konstruktionen eine unidirektional ausgerichtete kontrastive Untersuchung Deutsch–Chinesisch durchgeführt. Auf diese Weise erstellt diese Studie die Kontextprofile von zehn deutschen Abtönungspartikeln und arbeitet ihre chinesischen Äquivalente heraus.

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18 Fazit und Ausblick

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18 Fazit und Ausblick

Das erste Hauptziel der Arbeit, das dieser Untersuchung zugrunde lag, war, die Kontextprofile der Abtönungspartikeln mithilfe der Konstruktionsgrammatik, Satztyp- und Sprechakttheorie empirisch herauszuarbeiten. Die Entscheidung für die Konstruktionsgrammatik als den zentralen theoretischen Rahmen war in erster Linie auf den Charakter der Abtönungspartikeln zurückzuführen, wie Busse (1992: 52) feststellt:

In der Linguistik wie in der Fremdsprachendidaktik wird bis heute von einer relativ strengen Trennung der einzelnen sprachlichen Ebenen wie Semantik, Syntax, Phonologie und Pragmatik ausgegangen. Die Partikeln [Abtönungspartikeln] nun entfalten ihre Bedeutung aufgrund eines Zusammenwirkens aller Ebene […] Die Partikeln erfordern deshalb […] eine andere Lernleistung als die »reinen« syntaktischen oder »reinen« lexikalischen Sprachphänomene. Sie können […] nur im Wege eines »Gestaltverstehens« in ihrer Funktion richtig verstanden und angeeignet werden. (ebd.)

Aufgrund dieses holistischen Charakters der Abpn und der Tatsache, dass die Abpn häufig in halbfesten oder idiomatisierten Ausdrücken auftreten, wurde davon ausgegangen, dass die Konstruktionsgrammatik für die Erforschung der Abpn geeignet sein soll, denn diese Grammatik ist gerade nicht modular, sondern holistisch ausgerichtet und geht dementsprechend integrativ vor (vgl. Kapitel 2.1). Als Form-Bedeutungspaare sollen alle Eigenschaften einer Konstruktion, sei es die phonologische, morphologische, syntaktische, semantische, pragmatische Eigenschaft, bei der Analyse erfasst werden. In der vorliegenden empirischen Untersuchung erwies sich diese Grammatik (in der Kombination mit der interaktiven Linguistik) als ergiebig für die Erforschungen der Abpn: Es ließen sich für alle untersuchten Abpn mithilfe der korpusbasierten quantitativen und qualitativen Analysen...

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