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Pronomen, ihr Bedeutungs- und Emotionspotenzial

Individuelle Konzeptualisierungsprozesse im Lichte Langackerscher Auffassung der Grammatik

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Jolanta Mazurkiewicz-Sokołowska

Die Autorin geht der Langackerschen Auffassung der Grammatik als Bedeutung nach. Sie überprüft empirisch am Beispiel der äquivalenten, deutschen und polnischen Formen der Pronomen, wie sich die schemenhaften Bedeutungen grammatischer Einheiten in individuellen Konzeptualisierungsprozessen konkretisieren und welche Bedeutungsinhalte sie in dem gegebenen sprachlichen Ereignis fokussieren. Die introspektiv-intersubjektive Methode ermöglicht es, die Verarbeitungsarten der untersuchten Formen der Pronomen aufzudecken, die konzeptuelle Vielfalt der von den ProbandInnen aktivierten Bedeutungsinhalte dieser Formen zu beleuchten, und zu zeigen, dass die Formen der Pronomen prozessual individuell-subjektiv emotionsgeprägte Einheiten darstellen.

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4.4.3. Relativpronomen

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4.4.3.1. Fokussierte Inhalte und ihre Darstellungsarten

Eine der allgemeinen Erkenntnisse zu der Verarbeitung der Relativpronomen in der untersuchten ProbandInnengruppe ist, dass die isolierten Formen der Relativpronomen als Konzeptualisierungen ihrer Bedeutungsinhalte meistens einfache NPs aktivieren. Die auf diese Weise aufgestellten Konzeptualisierungen der Bedeutungsinhalte der Relativpronomen kennzeichnet prozessual die Fokussierung auf nur je ein Element der Relation. Daher werden im Folgenden die von den ProbandInnen als konzeptualisierte Bedeutungsinhalte der Relativpronomen genannten, beispielhaft gewählten NPs zu größeren Konstruktionen ausgebaut und hinsichtlich ihrer prozessualen Komplexität charakterisiert. Im Hinblick auf die analysierten Konstruktionen muss vorweggenommen werden, dass die relationalen Nomen wie „die Schwester“ oder „der Freund“, als die auf Verwandtschaftsgrade verweisenden und einer näheren Beschreibung mithilfe der Possessivpronomen wie „meine“ (Schwester), „mein“ (Freund) oder der ← 109 | 110 → Adjektive wie „ältere“ (Schwester), „alter“ (Freund) bedürfenden Ausdrücke32, in den Konstruktionen und Beispielsätzen in der Form gebraucht werden, wie sie von den ProbandInnen konzeptualisiert wurden.

Die Analyse der Daten in der polnischen und deutschen Sprache lässt die Aktivierung folgender Verarbeitungsarten hinsichtlich der fokussierten Inhalte und deren Darstellung erkennen:

1) Die Relativpronomen lösen kognitive Prozesse aus, infolge deren diese um die übergeordneten NPs ergänzt werden:

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