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Arbeitsmarktentwicklung und -regulierung

Zwischen Fachkräftemangel und Migration

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Edited By Stefan Kolev, Bernhard Seliger, Jüri Sepp and Ralph Michael Wrobel

Der Arbeitsmarkt stellt traditionell in vielen marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaften einen Ausnahmebereich dar. Dabei darf nicht vergessen werden, dass es sich auch beim Arbeitsmarkt um einen Markt handelt, bei dem die Preisbildung durch Angebot und Nachfrage zustande kommt. Derzeit sind Fachkräftemangel und Migration die zentralen Themen.

Die Beiträge diskutieren die Interdependenz dieser beiden Entwicklungen sowohl aus volkswirtschaftlicher als auch aus betriebswirtschaftlicher Perspektive. Zusätzlich untersuchen sie sektorale Arbeitsmärkte in Europa sowie internationale Entwicklungen, sowohl im Hinblick auf die marktlichen Aspekte als auch auf die staatliche Regulierung. Damit bietet der Band einen vielseitigen Überblick über die derzeit meistdiskutierten Themen der Arbeitsmarktentwicklung.

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Die Offene Gesellschaft und ihre Zuwanderer: Kritische Gedanken zu einer planwirtschaftlichen Integrationspolitik (Clemens Schneider)

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Clemens Schneider

Die Offene Gesellschaft und ihre Zuwanderer: Kritische Gedanken zu einer planwirtschaftlichen Integrationspolitik

1.   Einführung

„Je mehr jemand das Fremde ablehnt und seine eigene Art als die überlegene betrachtet, desto mehr neigt er dazu, es als seine Mission zu betrachten, andere zu ‚zivilisieren‘ – nicht durch freiwilligen und ungehinderten Verkehr, den der Liberale begünstigt, sondern indem er ihnen die Segnungen einer tatkräftigen Regierung bringt.“1

– Friedrich August von Hayek –

Mit dem starken Zuzug von Migranten, vorwiegend Flüchtlingen, seit dem Jahr 2015, die zudem aus islamisch geprägten Ländern stammen, ist auch die Debatte über Integration wieder stärker in den Fokus gerückt, die bereits in den frühen 1990er Jahren eine wichtige Rolle im öffentlichen Diskurs spielte, und seit den frühen 2000er Jahren besonders um den Begriff „Leitkultur“ herum geführt wird.

Dabei übernimmt der Begriff „Integration“ eine ähnliche Rolle, wie sie der Sozialphilosoph und Ökonom Friedrich August von Hayek für den Begriff „soziale Gerechtigkeit“ beschrieb – er ist ein unbestimmbares, beliebig austauschbares und oft in völlig gegensätzlichem Sinne verwendetes „Wieselwort“2. Häufig wird er verwendet, um einer Forderung an eine Personengruppe Ausdruck zu verleihen, sich in ihrer Lebensweise an bestimmte Vorgaben anzupassen, die als notwendige Voraussetzungen für die Teilhabe an der Mehrheitsgesellschaft definiert werden. Dabei kann diese Forderung durchaus von verschiedenen Seiten des politischen Spektrums geäußert werden, wie die geschichtlichen...

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