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Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali in deutschsprachigen Massenmedien

Eine text- und diskurslinguistische Medienanalyse anhand ausgewählter Zeitungsartikel

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Djouroukoro Diallo

Die Publikation untersucht die mediale Repräsentation der Tuareg-Rebellionen aus dem westafrikanischen Land Mali in den Massenmedien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anhand ausgewählter Zeitungsartikel zeigt der Autor den Wandel des deutschsprachigen Mediendiskurses über diese bewaffneten Konflikte von 1990 bis 2014, die den Medien den Tuareg zuschreiben. Zuerst unternimmt er eine „historische Kontextualisierung" der Tuareg-Rebellion. Im zweiten Teil erfolgt eine diskursive Analyse der Beschreibung der involvierten sozialen Akteurinnen und Akteure auf semantischer, syntaktischer und lexikalischer Ebene.

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12 Kapitel 6: Linguistische Diskursanalyse Teil I: Die qualitative Diskursanalyse von Korpora deutschsprachiger Zeitungsartikel über die Tuareg-Rebellion der Jahre 1990 bis 1996 mithilfe von MAXQDA

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12Kapitel 6: Linguistische Diskursanalyse Teil I: Die qualitative Diskursanalyse von Korpora deutschsprachiger Zeitungsartikel über die Tuareg-Rebellion der Jahre 1990 bis 1996 mithilfe von MAXQDA

12.1Einleitung

Wie eingangs vorangekündigt, besteht die hiesige qualitative diskurslinguistische Untersuchung aus unterschiedlichen Analyseteilen. Mithilfe der Software MAXQDA beschäftigt sich der erste Teil mit der Evaluation ausgewählter Zeitungsartikel aus dem deutschsprachigen Raum. Der zweite Analyseteil konzentriert sich auf die qualitative Auswertung von Korporadaten von Zeitungstexten aus COSMAS II. lm vorliegenden Teil wird die qualitative Untersuchung der zusammengestellten Zeitungsartikel anhand von MAXQDA (Analyseteil 1) vorgezogen.

Wie eingangs erwähnt, findet die vorliegende Arbeit in den Diskurshistorischen Ansatz (DHA) Eingang. Aus diesem Grund werden die Forschungen von Wodak/Meyer (2016), Dorostkar (2014), Reisigl (2014, 2012, 2011, 2009, 2008, 2003), Wodak/de Cillia (2006) sowie Reisigl/Wodak (2001) in das gesamte Untersuchungsverfahren einbezogen. Dies geschieht in der Absicht, den Zusammenhang zwischen Diskurs und sozialer Wirklichkeit aufzuzeigen.

Das Aufzeigen basiert auf der Untersuchung diskursiver Konstruktionen in ausgewählten Zeitungstexten aus dem deutschsprachigen Raum, indem der Diskurs als „Fundstelle sozialer Wirklichkeit“ bzw. „Topos“ oder „Topoi“ (Reisigl 2008/2009) verstanden wird. Infolgedessen wird der Zeitungsartikel als „loci comunes“ (Hermanns 1994) bzw. „Text“ (Lüger 2005) als Ausdruck dieser Wirklichkeit gedeutet, in der soziale Akteurinnen und Akteure besonders auftreten und zugleich dargestellt bzw. repräsentiert werden. Jedoch geht diese Repräsentation von einer Person bzw. einer Gruppe von Personen aus, die als „Tuareg“ bezeichnet wird/werden, um später eine gesamte Gesellschaft bzw. Teile dieser Gesellschaft diskursiv konstruieren...

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