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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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43 Quante: Von der personalen Identität im Sprung zur menschlichen Persistenz

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43 Quante

Von der personalen Identität im Sprung zur menschlichen Persistenz

Michael Quante (geb. 1962) ist Professor für Philosophie an der Universität in Münster und derzeit Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie. Er ist Hauptantragssteller zum Exzellenzcluster Religion und Politik mit dem von ihm bearbeiteten Forschungsfeld Normativität. Bekannt ist er besonders durch Arbeiten auf zwei Feldern der Forschung, die als ein Forschungsfeld angesehen werden können: Philosophie der Moral und der Person. Michael Quante trägt den seit John Locke zunehmend differenziert und strittig gewordenen Diskurs um personale Identität kritisch weiter.

Zwei seiner Schriften werden hier betrachtet, erstens der im Jahr 2001 in einem Themenband zur Person erschienene Essay Menschliche Persistenz1065, zweitens das im Jahr 2007 herausgekommene Buch Person1066. Den beiden Schriften werden hier recht unterschiedliche Aussagen entnommen, der ersten Schrift solche, die zum Widerspruch herausfordern, hingegen der zweiten Schrift vornehmlich solche, die einer Grundlinie unserer ganzen Betrachtung entsprechen. Die Überschrift des hier vorgelegten Kapitels deutet nur die kritische, nicht aber die zustimmende Seite unserer Betrachtung an.

Wir werden durch zweimal drei Stationen gehen: Aus der ersten Schrift zum Diskurs um die personale Identität (1) von (1.1) den einfachen Theorien über (1.2) die komplexen Theorien zu (1.3) dem Konzept der menschlichen Persistenz. Dann aus der zweiten Schrift (2) von (2.1) der Kritik des Begriffs der personalen Identität über (2.2) die Begriffe Personalität und Person zu (2.3) dem Konzept der Persönlichkeit...

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