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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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48 Heidegger: Das Seiende, dem es in seinem Sein um dieses sein Sein selbst geht

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48 Heidegger

Das Seiende, dem es in seinem Sein um dieses sein Sein selbst geht

Martin Heidegger (gest. 1976) verschlägt als politisch Verrannter manch Nachdenklichen heute den Atem. Aber er hält sie philosophisch als genial Erkannter bis heute in Atem. Im Frühjahr 1927 bringt er seine bald weithin gerühmte Abhandlung heraus, seinem Lehrer Edmund Husserl „in Verehrung und Freundschaft zugeeignet“ (und ihn hinter sich lassend), in dessen Jahrbuch für Phänomenologie und phänomenologische Forschung Band VIII und zugleich als Sonderdruck: Sein und Zeit.1320

Die von Heidegger sogenannte Abhandlung ‚Sein und Zeit‘ – hier als sein Hauptwerk angesehen, obwohl ursprünglich als erste einer nie erschienenen zweiten Hälfte eines Gesamtwerks angelegt – entspringt aus dem Erstaunen wenn nicht Erschrecken über die „Seinsvergessenheit“ der abendländischen Philosophie nach Plato. Heidegger hat nicht weniger im Sinn als eine „Fundamentalontologie“. Eine neuen Grund legende Philosophie vom Sein überhaupt. Er geht von der „Frage nach dem Sinn von Sein“ aus, und das Buch gilt der Entfaltung, der Herausklärung dieser grundlegenden Frage.

Heidegger hat mit dieser Abhandlung letztlich nicht im Sinn, zur philosophischen Anthropologie beizutragen oder eine neue Philosophie der Person oder der Existenz oder der personalen Existenz zu begründen. Dennoch hat Sein und Zeit den Diskurs um die menschliche und von uns sogenannte personale Existenz mächtig befeuert. Eines der vielen Anzeichen dafür ist die Bezeichnung seines Werks als „Existenzial-Ontologie“ in einem kleinen, weit verbreiteten Standardwerk1321. Doch solcher Titel...

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