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Erster Weltkrieg im östlichen Europa und die russischen Revolutionen 1917

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Edited By Alexander Trunk and Nazar Panych

Der Band enthält Beiträge aus zwei inhaltlich verknüpften interdisziplinären Ringvorlesungen des Zentrums für Osteuropa-Studien der Universität Kiel, die verschiedene Aspekte des Ersten Weltkrieges unter besonderer Berücksichtigung des östlichen Europa beleuchten und in diesem Zusammenhang einen besonderen Fokus auf die aus dem Weltkrieg hervorgegangenen russischen Revolutionen des Jahres 1917 legen. Der Band kann auch als historische Hintergrundlektüre zum besseren Verständnis heutiger Spannungslagen in der Region – Beziehungen EU-Russland, Ukraine, Georgien u.a. – gelesen werden. Politische, juristische, historische, wirtschaftliche und kulturwissenschaftliche Gesichtspunkte müssen im Zusammenhang betrachtet werden, um Konflikte zu lösen.

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Politische und künstlerische Revolution(en): Vom Lubok zum ROSTA- Fenster

Politische und künstlerische

Revolution(en): Vom Lubok zum ROSTA-

Fenster

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Michael Düring

Abstract: Die Abhandlung stellt dar, wie sich die Russischen Revolutionen von 1917 in der russischen Kunst, vor allem in Form von Werken mit einer Text-Bild-Relation, äußern sowie widerspiegeln und wie sich die Kunst im Laufe der Revolutionen entwickelt.

Stichworte: Revolution, Literatur, Kunst, Bürgerkrieg, Text-Bild-Relation, Sowjetunion, Oktoberrevolution, Lubok, ROSTA-Fenster, Majakovskij, Revolutionär

Die Russischen Revolutionen des Jahres 1917 sind für den slawistischen Kultur- und Literaturwissenschaftler ein in vielerlei Hinsicht ertragreiches Arbeitsfeld. So ergibt sich nahezu zwangsläufig die Frage, welche Konsequenzen sich aufgrund eines derartig fundamentalen Paradigmenwechsels, wie ihn die Februar- und Oktoberrevolution bedeuteten, für den Bereich der Literatur und Kunst und im vorliegenden Kontext auf dem Feld der Text-Bild-Kunst, ergaben.

Bevor darauf aber näher einzugehen ist, muss zunächst geklärt werden, was der durch die Oktoberrevolution hervorgerufene Paradigmenwechsel für die Kunst und Literatur in formal-rechtlicher Perspektive bedeutete. Bekanntlich beschloss der Rat der Volkskommissare im „Dekret über die Presse“ nur wenige Tage nach der Oktoberrevolution die Schließung von Zeitungen, die sich nicht für die Politik der neuen Regierung einsetzten. Bis Juni 1918 waren dies insgesamt über 450 Presseorgane.1 Man kann also ohne Übertreibung von der zügigen Einführung eines allumfassenden Zensursystems sprechen, denn im Verlauf der Zeit erstreckten sich diese Vorschriften nicht mehr nur auf die Presse, sondern auch auf Film- und Kinostudios sowie auf die Literatur.2 Der Beginn des Russischen Bürgerkriegs verschärfte diese Situation. Mit dem Einsetzen...

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