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Migration und sozialer Wandel

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Edited By Nikolaus Dimmel, Franz Gmainer-Pranzl and Sylvia Hahn

Seit 2007 trägt der ULG Migrationsmanagement an der Universität Salzburg dazu bei, Studierenden eine interdisziplinär vermittelte Kompetenz im Bereich Migration zu vermitteln. Dieser Sammelband dokumentiert die wissenschaftlichen Ansätze der entsprechenden migrations-, sozial-, kultur- und religionswissenschaftlichen Module des Curriculums sowie Beiträge von Studierenden, in denen die Themenstellung ihrer Masterarbeit konzentriert vorgestellt wird. Auf diese Weise gewährt das Buch Einblick in ein breites Spektrum von Herausforderungen, die von Fragen der Mindestsicherung, der Pflege und prekärer Beschäftigung bis zum Verständnis von Entwicklung und zum Islamunterricht in der Schule reichen, und leistet dadurch auch einen Beitrag zur Versachlichung und Konkretisierung der Migrationsdebatte.

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Betreuung auf (nicht nur) „gut Deutsch“. Wie kann eine adäquate Betreuung für nicht deutschsprechende Patientinnen mit Migrationshintergrund im Krankenhaus erfolgen?

Betreuung auf (nicht nur) „gut Deutsch“.

Wie kann eine adäquate Betreuung für

nicht deutschsprechende Patientinnen mit

Migrationshintergrund im Krankenhaus

erfolgen?

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Katharina Franz/Andrea Huttegger

Abstract: One aspect of migration management which tends to be neglected is the care of patients who cannot make themselves understood. The two authors of this contribution are critical of the practice which makes use of either hospital staff or the patients’ relatives as interpreters; they argue that the new method of video interpretation should be adopted. This allows an interpreter to translate the conversation between doctor and patient on camera via an internet connection. This new approach is supported by numerous positive experiences and, indeed, on legal grounds.

Keywords: interpreterhospitalinterculturalitycommunication problemslanguages

„Es war ganz schlimm, dass ich etwas sagen will, aber es nicht sagen kann“, so schildert eine armenische Patientin ihre Not, die sie während ihres Krankenhausaufenthaltes erlebt hatte. Und sie drückt damit eine Erfahrung aus, die wohl viele nicht deutschsprechende Menschen in Österreichs Krankenhäusern teilen.

Sprachliche, aber auch kulturelle Barrieren tun sich immer wieder zwischen Menschen im Krankenhaus auf, und das auf allen Seiten: aufseiten der PatientInnen sowie aufseiten des Personals. In jüngster Zeit erleben wir starke Migrationsbewegungen, u. a. aufgrund diverser kriegerischer, politischer Auseinandersetzungen. Frauen, Männer und Kinder suchen hier in Österreich eine neue Heimat. Für nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens stellt diese Situation besondere Herausforderungen dar, so auch für das Gesundheitswesen. Ein großes Problem besteht darin, dass oftmals keine gemeinsame Sprache vorhanden ist. Viele MigrantInnen sprechen kaum Deutsch, sondern nur ihre Muttersprache, z. B. Arabisch, Farsi,...

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