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Konflikt und Kooperation

Die Ostsee als Handlungs- und Kulturraum

Edited By Martin Göllnitz, Nils Abraham, Thomas Wegener Friis and Helmut Müller-Enbergs

Seit dem Ende des Kalten Krieges und der Erweiterung der Europäischen Union gerät der Ostseeraum als historische Einheit immer stärker in das Blickfeld von Wissenschaft und Öffentlichkeit. Eine intensive Beschäftigung mit dieser Region macht jedoch recht rasch deutlich, dass nicht nur die „eine Ostsee" existiert, sondern viele Ostseeräume, die in erster Linie durch Kooperationen und Konflikte, Handel und kulturelle Beziehungen sowie den daran beteiligten Protagonisten initialisiert und konstruiert werden.

In dem vorliegenden Band analysieren 23 ExpertInnen aus fünf Ostseeländern und Israel die durchaus unterschiedlichen Raumkonstruktionen und Verflechtungen innerhalb der Ostseeregion, die als ein spannungs- und konfliktreicher Handlungs- und Kulturraum verstanden wird.

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Zwischen polnischem Adler und russischem Bären: die Rolle der Polnischen Volksarmee und die Quellen des Instituts für nationale Erinnerung (Władysław Bułhak / Dieter H. Kollmer)

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Władysław Bułhak und Dieter H. Kollmer

Zwischen polnischem Adler und russischem Bären: die Rolle der Polnischen Volksarmee und die Quellen des Instituts für nationale Erinnerung

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (UdSSR) Anfang der 1990er Jahre und der damit einhergehenden Auflösung des Warschauer Paktes (WP) am 1. Juli 1991 hat die Erforschung der Streitkräfte des ehemaligen kommunistischen Machtbereiches mit Hochdruck begonnen. Eine herausragende Stellung nehmen ohne Zweifel hierbei die Untersuchungen zur Nationalen Volksarmee (NVA) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) ein.1 Der Aktenzugang war für die Wissenschaftler sehr einfach, da sich die DDR mit dem Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland (BRD) aufgelöst hatte und somit die Sperrfristen des bundesdeutschen Archivgesetztes für diesen Bestand nicht galten. Zudem sind alle noch verfügbaren Akten im Bundesarchiv (Abteilung Militärarchiv in Freiburg im Breisgau) ungehindert für jedermann auf Antrag einsehbar.2 Anders verhielt und zum Teil verhält sich dies bis heute in den anderen ehemaligen Mitgliedsstaaten des Bündnisses, da diese durchweg weiter existierten und aus deren Armeen über Nacht nationale Streitkräfte demokratischer Staaten wurden, denen ein langwieriger Transformationsprozess bevorstand.3 Dementsprechend waren und sind ← 243 | 244 → die Akten aus sehr unterschiedlichen Gründen nur teilweise, unter erschwerten Bedingungen oder gar nicht zugänglich. Dies liegt zum einen mutmaßlich an Fragen der nationalen Sicherheit, da sich in den Akten strategisch wichtige Informationen verbergen. Zum anderen sind die Militärakten häufig über verschiedene Archive verstreut und...

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