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Erzählanfänge und Erzählschlüsse im Adoleszenzroman

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Nadine Bieker

Der Anfang und das Ende geben einer jeden Erzählung einen Rahmen. Bisher ist jedoch nur unzureichend untersucht worden, wie sich der Anfang, das Ende sowie deren Zusammenhang gestalten. Durch eine strukturalistische Zugangsweise zum Text zeigt der Band je eigene Modelle für die Analyse des Anfangs und des Endes. Eine Übersicht zeigt zudem, wie der Residualtext vom Anfang zum Ende überleiten kann. Der Adoleszenzroman eignet sich als konventionalisierte Kommunikationsform als Grundlage für die Konzeption der Modelle, da durch diese Wahl die Modelle nicht verzerrt werden. Gleichzeitig bahnt diese Subgattung durch ihre sowohl jugend- als auch allgemeinliterarischen Anteile der Übertragbarkeit der Modelle auf andere Gattungen einen Weg.

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8. Fazit

8. Fazit

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Das Ziel dieser Arbeit ist es gewesen, am Beispiel des Adoleszenzromans über die Konzeption je eigener Analysemodelle für Erzählanfänge und Erzählschlüsse deren Spezifika sowie deren Verbundenheit in einer Erzählung herauszuarbeiten. Die erarbeiteten Analysekategorien für den Residualtext zeigen, wie dieser vom Erzählanfang zum Erzählschluss überleitet.

Bezüglich des Erzählanfangs stand die Bestimmung des Expositionalitätsgrades im Fokus: Dass diese Bestimmung ein probates Mittel ist, zeigt sich daran, dass durch die Einordnung nach diesem Grad eine Basis geschaffen wird, von der aus der weitere Verlauf der Erzählung durch die vorhandenen oder offensichtlich noch fehlenden Informationen in stärkerer oder schwächerer Weise abzusehen ist. Verschiedenen Anfangsgestaltungsmöglichkeiten sowohl auf der Ebene der histoire als auch auf der Ebene des discours können nun bei ihrem Vorhandensein ein Expositionalitätsgrad zugesprochen werden. Dabei hat sich gezeigt, dass dieser auf der Ebene des discours zumindest bezüglich des jeweils ersten Satzes höher ist als jener der histoire, was dadurch erklärbar ist, dass in einem einzigen Satz deutlich mehr Aspekte der Darstellungsebene denn des Inhalts dargestellt werden können, ohne dabei gleichzeitig ein Zuviel an Informationen zu bedeuten. Des Weiteren ist es so, dass Merkmale des discours in der Regel keiner Kontextualisierung bedürfen, um eindeutig analysiert werden zu können, was in Bezug auf die histoire nicht der Fall ist. Der niedrigere Expositionalitätsgrad auf der histoire korreliert mit dem zumeist auftretenden verrätselten ersten Satz, welcher zukunftsgewiss darauf...

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