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Ichbewusstsein – Gruppenbewusstsein

Die Energiebasis und ihre logischen Folgen

Sander Wilkens

Die Weltgeschichte hat einige Kehren – und Kehrseiten – erlebt, theoretisch dreht sie sich noch immer um das Einzelbewusstsein. Praktisch trifft dies nicht mehr zu, seit einigen Dezennien hat das Gruppenbewusstsein das Zentrum übernommen. Das einzelne oder individuelle hat sich ihm nach- oder unterzuordnen, es mag auch das gemeinschaftliche heißen. Warum das möglich ist, und beides zugleich, der Wandel und sein ganz anderer, geradezu gegenteiliger Anschein, hat mehrere Gründe. Der erste ist die fundamentale Basis, die Energie. Es gilt, selbige ins Zentrum zu heben, dabei aber nicht auf die naturwissenschaftliche (genetische oder neurologische) zu beschränken. Die anderen Gründe haben allesamt mit der Logik zu tun, dem Schlüssel, der an und für sich der Philosophie gebührt.

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VI. Resümee I versus II

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VI.  Resümee I versus II

I.  Überschlägige Einschätzung zur Lage der Menschheit

Die Gegenwart ist nicht arm an Einschätzungen zur Lage der Menschheit. Alles bedarf der Quantifizierung, die ›große‹ und die ›kleine Menschheit‹ zählt hierbei nicht zu den Hauptsubjekten. Dennoch möge der Gesichtspunkt in seinem Umkreis nicht aus den Augen verloren werden. Obgleich die Einschätzung je nach Sachlage und Temperament des Wissenschaftlers changiert – sie haben hier gegenüber den Philosophen eine gewichtige Marge übernommen oder sind gewissermaßen nachgerückt, freilich um den nicht geringen Preis von deren Vernachlässigung oder Vergleichgültigung, Hawking etwa resümiert durchaus optimistisch und luzide in einem knappen Kapitel die Errungenschaften der Evolutionstheorie, die Potenzen des angewachsenen Wissens über die in der genetischen Abfolge gewonnenen Speicher, auch wenn die genetische Anlage im Fundament wesentlich gleich geblieben ist, und schließlich die Ausblicke der technologischen Intelligenz kraft Computertechnologie und rechnerischen Eingriff in die biologische Substanz –, ist der Tenor durchgehend beschieden, dass (in der Begriffsweise der Musik) die ehemals »Pfundnoten«, welche den obligaten Kanon oder die Polyphonie zu tragen hatten, erloschen sind oder der Vergänglichkeit anheim fielen. Die Menschheit bekehrt sich in einer fundamentalen Ratlosigkeit, sollte es gelten, die letzten Terrains oder das letzte Grundstück anzupeilen, dem sich ihre Gesellschaften zubewegen und in dem sie heimisch werden. Dass sich die Genetik inzwischen an die Vorstellung der Diversifikation der Arten (immerhin das Schulbeispiel der herkömmlichen Begriffslehre) durch eher...

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