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Migration und Interkulturalität

Theorien – Methoden – Praxisbezüge

Edited By Kerstin Störl

Der massenhafte Zustrom von Menschen aus Syrien, nah- und fernöstlichen Ländern, Afrika und Nicht-EU-Staaten des Balkans, die 2015 und 2016 in Deutschland Asyl suchten, wurde als »Flüchtlingskrise« wahrgenommen. Der vorliegende Band enthält historische, philosophische, kulturwissenschaftliche, psychologische, linguistische und kommunikationswissenschaftliche Studien, die dieses aktuelle Migrationsphänomen und damit im Zusammenhang stehende Kulturkontaktsituationen interdisziplinär und anhand empirischer Daten beleuchten. Das Ziel ist die wissenschaftliche Diskussion anzuregen sowie Praxisvertretern fundierte Argumente anzubieten, um sich mit Missverständnissen in der Bevölkerung auseinander zu setzen, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und den gegenseitigen Respekt voreinander zu fördern.

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Migrationsbedingte konfliktive mentale Repräsentationen und der Versuch interkultureller Kommunikation

Migrationsbedingte konfliktive mentale

Repräsentationen und der Versuch

interkultureller Kommunikation

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Kerstin Störl

Migration-related conflictive mental representationsand the attempt at intercultural communication

The so-called “refugee crisis” is regarded as a cultural contact situation. On the basis of cultural hybridization, which is expressed, inter alia, through phenomena of language contact, the author investigates the clash of culturally variable mental representations caused by migration. The method of analysis includes findings of the frame theory and the system theory. Finally, the author examines the questions of how intercultural communication is possible in the face of contradictory concepts and how, in practice, the problem of conceptual bifurcation and non-linearity can be handled. Examples from different cultures both the refugees’ cultures and others substantiate the statements.

In den Jahren 2015 und 2016 reiste über eine Million Flüchtlinge und Migranten unerlaubt in Deutschland ein. Der Bürgerkrieg in Syrien war eine der Hauptursachen für die Flucht. Aber nicht nur Syrer und Flüchtlinge aus nah- und fernöstlichen Ländern suchten in Deutschland Asyl, sondern auch Migranten aus Afrika und Nicht-EU-Staaten des Balkans. Der massenhafte Zustrom dieser Menschen wird als „FlüchtlingsKRISE“ wahrgenommen und so bezeichnet. „In der Geschichtsforschung und der Politologie spricht man von Krisen meist im Sinne einer Zuspitzung von Konflikten“, während man in der Psychologie und Psychiatrie unter einer Krisensituation „ein durch ein überraschendes Ereignis oder akutes Geschehen hervorgerufener schmerzhafter seelischer Zustand oder Konflikt“ verstanden wird. „Er entsteht, wenn sich eine Person oder eine Gruppe Hindernissen […] gegenübersieht und diese nicht mit den gewohnten...

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