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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Bulgarien (Dorothea Hamilton und Anna Lisa Knaack)

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Dorothea Hamilton und Anna Lisa Knaack

Bulgarien

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Republik Bulgarien (Republika Balgaria) liegt im Südosten Europas auf der Osthälfte der Balkanhalbinsel und nimmt 22 % ihrer Fläche ein. Sie grenzt im Norden an Rumänien, im Süden an die Türkei und Griechenland sowie im Westen an Mazedonien und Serbien. Im Osten begrenzt das Schwarze Meer Bulgarien, an dem es eine Küstenlänge von ca. 400 km hat. Das Land umfasst eine Fläche von ca. 111.002 km2 und ist damit ca. halb so groß wie Deutschland.

Das Relief Bulgariens weist eine Vielzahl an unterschiedlichen Landschaften wie Ebenen, Täler, Gebirge oder Hügellandschaften auf. Die von Donau (Donauebene) und Mariza (Oberthrakische Tiefebene) geformten Täler trennen die Gebirgsmassive Balkangebirge, Rhodopen, Rila, Pirim und Stradscha voneinander. Von diesen prägenden Landschaftselementen abgeleitet lässt sich das Land in vier Zonen gliedern: die Nordbulgarische Platte südlich der Donau, das zentral gelegene Balkangebirge (mit bis zu 2.300 m ü. M), das Mittelbulgarische Becken und die Thrakische Gebirgskette (Rhodopen, Rila- und Piringebirge) im Süden (mit bis zu 3.000 m ü. M).

Eine besondere Bedeutung hat das Balkangebirge, das der Region ihren Namen gibt (türk. Herkunft für „Berg“, bulg.: Stara Planina für „Altes Gebirge“). Es erstreckt sich in ostwestlicher Richtung über 600 km vom Nordwesten Bulgariens bis ans Schwarze Meer. Als Teil des Alpidischen Gebirgsgürtels des Mittelmeerraums ist...

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