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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Frankreich (Constanze Fienhold und Bruno Muñoz-Perez)

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Constanze Fienhold und Bruno Muñoz-Perez

Frankreich

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Mit einer Fläche von ca. 544.000 km2 (ohne 88.000 km2 Überseegebiete) ist Frankreich flächenmäßig der größte Staat Westeuropas. Dabei hat das Land Meeresküsten im Süden zum Mittelmeer, im Westen und im Norden zum Atlantischen Ozean, zum Ärmelkanal und zur Nordsee. Territorial grenzt das Land an Belgien, Luxemburg, Deutschland, Schweiz, Italien, Monaco, Spanien und Andorra. Der Ärmelkanal trennt Frankreich von Großbritannien.

Das Land weist zahlreiche, zum Teil sehr unterschiedlich geprägte Landschaftsformen auf. Die Natur wird zu ca. 70 % von Ebenen oder Hügeln geprägt, die hauptsächlich im Nord- und Südwesten auftreten. Im gebirgigen Südosten, an der Grenze zu Spanien, liegen die Pyrenäen, das Zentralmassiv im Zentrum der Südhälfte sowie im Osten die Vogesen, der Jura und die Alpen. Der höchste Berg Frankreichs ist der 4.810 m ü. M. hohe Mont Blanc in den Alpen, er ist auch der höchste Gipfel in ganz West- und Mitteleuropa.

In Frankreich herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Warme und feuchte Luft der Azoren vom Atlantik und Mittelmeer bewahren die Jahreszeiten vor extremen Temperaturen. Niederschlagsmengen von ca. 600 mm im Süden und 1.500 mm in den Hochgebirgen und die zahlreichen Flüsse im ← 161 | 162 → ganzen Land bedienen die fruchtbaren Böden und weisen dementsprechend eine artenreiche Vegetation auf. Hierzu zählen mitteleuropäische Laub- und...

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