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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Island (Jörg Friedhelm Venzke)

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Jörg Friedhelm Venzke

Island

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Island liegt im Nordatlantik knapp südlich des nördlichen Polarkreises, genau zwischen 63° 17’ 30” und 67° 07’ 05” Nord und 13° 16’ 07” und 4° 32’ 12” West, und damit in subarktisch-borealem Milieu. Die Insel, die naturgemäß keine Landgrenzen zu anderen Staaten besitzt, ist von Norwegen etwa 970 km, von Schottland 800 km und von Ost-Grönland 290 km ← 218 | 219 → entfernt. Die nächstgelegenen kleinen Inseln sind das norwegische Jan Mayen im Norden und die zu Dänemark gehörenden Färöer im Südosten.

Das Land hat eine Fläche von 103.125 km2; etwa 2,7 % davon sind Binnengewässer und 11 % gegenwärtig von Eis bedeckt. Der vergletscherte Vulkan Hvannadalshnúkur ist mit 2119 m ü. M. die höchste Erhebung Islands. Rund drei Viertel des Landes liegen über etwa 400 Höhenmetern und sind damit für eine dauerhafte Besiedlung und landwirtschaftliche Nutzung in diesem Klimaregime nicht geeignet. Im Nordatlantik stößt die isländische, knapp 760.000 km2 große maritime sog. ausschließliche Wirtschaftszone (sog. „200-Meilen-Zone“) an die Interessensgebiete von Norwegen und Dänemark.

Die winzige Vulkaninsel Kolbeinsey, gut 100 km nördlich der isländischen Nordküste gelegen, nur etwa 90 m2 groß und von Island akribisch mit Beton gegen die Abtragung verstärkt, verschafft den isländischen territorialen Fischereigebieten eine Ausweitung um etwa 9.400 km2.

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