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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Montenegro (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Marcel Schwetschenau)

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Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Marcel Schwetschenau

Montenegro

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Das Staatsgebiet Montenegros umfasst 13.812 km2 und liegt im Südwesten des europäischen Kontinents auf der Balkanhalbinsel. Im Nordwesten grenzt es an Bosnien und Herzegowina, im Nordosten an Serbien, im Südosten an den Kosovo und im Süden an Albanien. Im Westen wird es durch das Adriatische Meer limitiert.

Mit seinen knapp 14.000 km2 gehört Montenegro zu den kleinsten Ländern des europäischen Kontinents. Die Bevölkerung ist ebenfalls recht gering und ist mit 622.781 Einwohnern eine der geringsten in Europa. Im Schnitt kommen etwa 45 Einwohner auf einen Quadratkilometer. Verwaltungstechnisch ist das Land in 23 Einheiten unterteilt. Die Hauptstadt ist Podgorica mit einer Einwohnerzahl von 140.000 die größte Stadt des Landes. Der Amtssitz des Präsidenten ist Cetinje mit 15.000 Einwohnern. Weitere einwohnerstarke Städte sind Nikšić, Bijelo Polje und Bar.

Topographisch wird in Richtung Norden die Küstenlandschaft schnell zu einer bergigen Region mit den Gebirgszügen Rumija, Lovcén und Orjen. Im Norden und Nordosten dieses Gebirges findet man die Karstregion Westmontenegros. Das Umland der Provinz Nikšić, die Bjelopavlići-Ebene und der Skutarisee bilden die zentrale Region Montenegros, das Becken des Flusses Piva, die Oberläufe der Flüsse Ćehotina und Morača, die Flüsse Tara, Lim und Ibar bilden die nördliche. Die dortigen schmalen Täler mit ihren fruchtbaren Böden eignen...

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